Vom Bettler zum Herrscher zum Buddha

Folge nicht den Ideen anderer,
sondern lerne, auf die Stimme in dir selbst zu hören. 

Dein Körper und dein Geist werden klar werden,
und du wirst die Einheit aller Dinge erkennen.

Dogen

Was sind wir doch für Bettler.
Wir betteln um Liebe, um Anerkennung,
um Geld; ja unsere Grundhaltung ist bettelnd.

Das ist nicht unsere Schuld –
haben wir es durch unsere Erziehung,
unsere Religion und unsere Gesellschaft
eingetrichtert bekommen,
dass wir nichts wert sind.

Die Priester verdammen uns
wegen der Erbsünde, die Politiker
halten uns klein
und unsere ganze Einstellung zu uns selbst,
ist die, dass uns nichts gehört,
nicht einmal gehören wir uns selbst.

Schuldig sind wir in unseren Augen;
wir haben kein Recht zu leben
und zu erblühen.
Getragen von der Bitterkeit unseres Seins
betteln wir uns durchs Leben.

Es wird Zeit, dass wir Menschen aufwachen
und unsere Herrlichkeit annehmen.
Sie ist uns angeboren und ist unser Geburtsrecht.
Wir werden zum Herrscher,
wenn wir uns lieben, wie wir sind.
Ohne Schuldgefühle leben wir unser Leben.
In unserer eigenen Pracht und Großartigkeit.

Dabei herrschen wir nicht über andere,
aber wir nehmen die Grundhaltung eines Herrschers an.
Wir betteln nicht mehr.
Wir sind uns unserer Schönheit und Größe bewusst.
Und wir leben diese aus.

Je mehr wir uns lieben in unserer Herrlichkeit,
je tiefer unsere Meditation geht,
desto mehr wandelt sich der Herrscher in uns
in einen Buddha.

Ein Buddha zu sein, bedeutet zu lieben.
Wir werden unschuldig wie ein kleines Kind.
Der Bettler und der Herrscher sind verschwunden.
Die Bewusstheit hat uns in unser Zentrum geführt.
Wir ruhen darin und leben ein Leben der Stille
und Glückseligkeit.

Ein Leben der Freiheit von sich selbst.
Wir verschmelzen mit dem Göttlichen.

Im Zentrum deines Wesens hast du die Antwort;
du weißt, wer du bist
und du weißt, was du willst.

Lao Tzu
Gesang aus dem No-Mind
in Ehrerbietung an das Mysteriöse