Freude am Morgen
Schlaf am Abend
Was sonst?
Ekon
Ein Mysterium ist unergründlich.
Daher heißt es Mysterium.
Man kann es leben … nicht in Worte fassen.
Hier kommt ein gelebtes Mysterium …
das Mysterium Meditation.
Es ist unergründlich
und kann nicht gesagt werden.
Es wird gelebt,
gesungen, getanzt
und gelacht
Das Nichts drückt sich aus,
es spielt.
So spiele ich hier
mit den Beiträgen
und Bildern,
Haikus von Zen Meistern
und Inspirationen von Osho.
Das Mysterium wird gelebt!
Anand Pakhi
Das Leben ist kein Problem,
Osho
das gelöst werden muss.
Es ist ein Mysterium,
das gelebt werden will.
Mysterium Tod
Angst vor dem Tod
Liebe Pakhi, da ist etwas in mir, das ganz fürchterlich vor dem Tod Angst hat. Was du schreibst, klingt so schön, doch ich fürchte mich trotzdem. Was soll ich machen? Gruß.
Liebe Freundin,
dass du Angst vor dem Tod hast, ist ganz normal unter den Umständen, in denen wir alle leben. Überall, von allen Seiten, bewusst und unbewusst, direkt und indirekt wird uns erzählt, vermittelt, gezeigt, es wird auch davor gewarnt, es werden uns die Schrecken des Todes in schillerndsten Farben eingeredet.
Es gehört sozusagen zu unserer Kultur dazu, dass wir Todesangst haben. Das ganze Klima um uns herum ist so. Wir werden mit einer intensiven und tiefen Negativität in Bezug auf den Tod geprägt und das von allen Seiten.
Diese Negativität hat mehrere Gründe. Einmal sagt uns unsere Religion, dass Sterben Leiden bedeutet, das sieht man schon am leidenden Christus.
Aber ein weiterer Grund ist, dass wir den Tod immer nur von anderen kennen. Wir sehen, wie jemand, der schön und stark war, verwelkt wie ein Herbstblatt. Wie er immer weniger wird, vielleicht auch Schmerzen hat und dann plötzlich ist da nur noch der tote Körper, eine blasse Leiche, die eigenartig fremd wirkt.
Wir sehen den Tod nur von außen und da ist er angstmachend. Wenn wir allerdings auf diejenigen hören, die in ihrer Meditation über den Tod hinaus gegangen sind, oder wenn wir auch auf diejenigen hören, die Nahtod-Erfahrungen gemacht haben, dann müssen wir unsere Todesangst loslassen.
Denn alle ihre Berichte sind ähnlich: Sie sprechen davon, dass der Tod etwas Schönes, Erhabenes, Erfüllendes ist.
Deine Angst vor dem Tod liegt also meines Erachtens, liebe Freundin, erstens daran, dass du auf die falschen Leute hörst. Lies mehr über Nahtod-Erfahrungen oder/und Meditation und du wirst eine ganz neue Perspektive gewinnen über den Tod.
Und zweitens liegt deine Angst darin, dass du keine Erfahrungen hast in Bezug auf den Tod. Und so bist du den Meinungen der Leute um dich herum ausgeliefert, weil du selbst so unerfahren bist. Mache Erfahrungen!
Ich rate dir, Meditationen und spielerische Übungen auszuprobieren, wie du dich am besten dem Tod stellen kannst, der jeden Moment kommen kann. Fange an, dich dem Tod zu stellen. Meditationen zum Thema Sterben findest du bei der Frage: „Wie fühlt sich Sterben an – Meditationen dazu“.
Du wirst deine eigenen Erfahrungen machen und diese werden dir langsam, langsam die Angst vor dem Tod nehmen. Sie werden dir helfen, mehr und mehr zu entspannen. Auch mit dem schwierigen Thema des Sterbens. Es ist eine Herausforderung, doch es lohnt sich, sie anzunehmen.
Und dann will ich dir noch etwas empfehlen, was dir helfen könnte: Hypnose. Wir sind alle tief in unserem Unterbewusstsein negativ geprägt und diese Prägungen gilt es umzudrehen zu konstruktiven Lebensweisen.
Hypnose ist da sehr wertvoll, sehr hilfreich. Im Internet gibt es auch seriöse Adressen und geführte Meditationen.
Nun hoffe ich, ich konnte dir ein paar Anregungen geben.
Einen lieben Gruß an dich
von
Pakhi
Lachen im Tod?
Liebe Pakhi, wie soll das gehen, dass man im Tod lacht? Das ist doch Quatsch, der Körper kann doch gar nicht mehr lachen … und ich habe auch noch nie gehört oder gesehen, dass ein Sterbender gelacht hat. Wie meinst du das? Love
Liebe Freundin,
du hast recht – und so ist das auch nicht gemeint von mir, wenn ich sage, dass vor dem Verlassen des Körpers Lachen und Feiern geschieht. Auch ich habe noch keinen Sterbenden in dieser Phase lachen gesehen.
Ich meine auch nicht, dass der sterbende Freund lauthals loslacht in dieser Phase. Sondern es ist ein inneres Phänomen. Kurz bevor man aus dem Körper gezogen wird, kann man zutiefst glücklich sein.
Im besten Falle feiert man sozusagen sein Leben, das nun zum Höhepunkt kommt – der Flug ins Mysterium – so nenne ich es.
Richtiges Lachen kommt vorher als Sterbevorbereitung vor. Es ist sehr wichtig, dass der sterbende Freund sich dem Tod positiv stellt.
Das macht er, wenn er noch nicht so weit nach Innen gegangen ist, wenn er noch Kontakt mit seiner Umgebung hat. Dann ist das Lachen sehr hilfreich.
Und das auf vielen Ebenen:
Es löst die Ängste, lockert sowohl die Psyche als auch die körperlichen Blockaden auf. Es aktiviert den ganzen Menschen, lässt ihn seine Energie sammeln auf dem Weg zum Gipfel des Todes.
Wenn der Sterbende nicht zu sehr dagegen ist, helfen Witze und Lachen, mit der Herausforderung, die der Tod für jeden ist, gut umzugehen.
Doch das innere Lachen, stimmt schon liebe Freundin, vielleicht hätte ich es besser „Glückseligkeit“ nennen sollen …
Diese innere Freude und Glückseligkeit kann man bei meditierenden Freunden leicht wahrnehmen.
Jetzt schicke ich dir einen lieben Gruß
Pakhi
Trauer um einen verstorbenen Freund
Liebe Pakhi, über das, was du sagst, musste ich erst nachdenken .. finde ich das Sterben lustig? Nicht wirklich :-). Gerade letzte Woche ist meine Lieblings-Bedienung im Copy-shop, ein junger, 33jähriger Student mit kleinem Kind aus Kamerun, bei einem Basket-Ball-Spiel einfach gestorben ..
whowww .. das ist ja schon etwas Verrücktes .. an seinem Todestag hat er mich noch bedient .. und er war sehr sympathisch .. ja, dieses Leben und dieser Tod .. ja, die Trauer ist da … alles Gute, viel Glück und Zuwendung .. und bis dahin,
Leider weiß ich nicht mehr, liebe Freundin, in welchem Zusammenhang ich „lustig“ gesagt habe. So kann ich dir auch nicht speziell darauf antworten.
Aber was du über diesen jungen Mann schreibst … darum genau geht es, liebe Freundin. Das sind alte christliche Wege, zu trauern, wenn jemand seinen Körper verlässt. In meiner Weltsicht ist das alles ganz anders.
Die Welt ist ein Mysterium – warum jemand zu einem bestimmten Zeitpunkt seinen Körper verlässt, weiß man als Außenstehender nicht.
Aber es ist keine Katastrophe!
Liebe Freundin. Eine völlige Neuorientierung in Bezug auf Tod und Trauer wäre hilfreich, für uns alle.
Dein Freund könnte wahrscheinlich auch entspannter seinen Weg in die Mysterien fortsetzen, wenn ihn nicht Leute wie du daran hindern würden, weil sie ihm nachweinen (tust du das?), statt ihm ein gutes Farewell von Herzen zu wünschen.
Lustig mit dem Tod umzugehen – warum nicht? Warum ihn schwer und ernst und bedrückend ansehen? Zu dem Schmerz und der Trauer aller Beteiligten beitragen? Was sich in dir daran sträubt ist deine christliches Konditionierung.
Nun, aber das ist verständlich – auch ich habe diese Prägungen noch ein wenig in mir und es bedarf der konstanten Aufmerksamkeit, sie zu überwinden, so tief geht sie.
Das ist der rebellische Ansatz von Osho: Alles zu feiern. Alles. Auch den Tod deines jungen Freundes. Give him a beautiful send-off.
Einen lieben Gruß an dich
Pakhi
Antwort von der Freundin:
Liebe Pakhi, jetzt muss ich richtig lachen! Du bist wirklich klasse!
Alles Liebe dir
Still sitzen
nichts tun
der Frühling kommt
und das Gras wächst von alleine
Basho
Gesang aus dem No-Mind
In Ehrerbietung an das Mysteriöse
Was ist Meditation?
Meditation bedeutet:
- Sanftes Zuschauen des Körpers, der Gedanken und Gefühle
- Zeuge sein von ihnen
- ein Spiegel Sein von dem was ist
- nicht zu Bewerten
Und:
- Tiefe Entspannung im Inneren
- Leichtigkeit
- Nichts Tun
Das bedeutet Meditation.
Nach innen wenden
Meditation heißt, sich nach innen zu wenden. Tief nach innen zu gehen, in den Bauch, in das Zentrum. Dort findet sich eine wache Klarheit, awareness, die wir sich ausbreiten lassen, überall hin in unser Sein.
Diese Klarheit ist unser Leben. Sie ist unsere Schönheit, unsere Stille. Der Körper ist nur eine Hülle, die Gedanken sind nur Luftblasen und die Gefühle sind nur verklebte Anhänglichkeiten. Die wache Klarheit in unserem Zentrum dagegen ist das reine Leben. Unser Leben. Aus ihm entspringt alles.
Das Mysterium
von Meditation
Wenn wir nach innen gehen,
in Meditation,
tief in unseren Bauch,
in die Mitte unseres Bauchs,
kommen wir zu unserem Zentrum.
Wir begegnen unserem Mysterium.
Es ist ein Raum, ein Space,
der unbegrenzt ist.
Der weite Himmel,
so klar und weit
und innen.
Dieses Mysterium von Meditation
öffnet alle Wunder
unserer Existenz.
Unser Leben klärt sich,
unsere Natur kommt zum Vorschein,
unsere ursprüngliche Originalität
zeigt sich,
und wir erblühen darin.
Im Alltag zeigt sich dieses Erblühen
durch mysteriöse Geschehnisse.
Alles harmonisiert sich,
im Innen wie im Außen.
Das Leben wird einfach
und unkompliziert.
Und schon einem Vogel zuzuschauen,
bringt uns in Glück und Wohlbefinden.
Das Mysterium von Meditation
wirkt unspektakulär.
Alles ist so wie es ist,
in seiner Schönheit
und Einfachheit.
Und es bringt
große Freude,
große Klarheit,
und große Stille,
Erfüllung.
Was immer wir sind,
unsere ursprüngliche Natur
kommt zum Vorschein
Und wir beginnen zu leben,
was wir sind.
Was es ist,
Saigyo
weiß ich nicht;
aber mit Dankbarkeit
fallen meine Tränen.


