Freude am Morgen
Schlaf am Abend
Was sonst?
Ekon
Ein Mysterium ist unergründlich.
Daher heißt es Mysterium.
Man kann es leben … nicht in Worte fassen.
Hier kommt ein gelebtes Mysterium …
das Mysterium Meditation.
Es ist unergründlich
und kann nicht gesagt werden.
Es wird gelebt,
gesungen, getanzt
und gelacht
Das Nichts drückt sich aus,
es spielt.
So spiele ich hier
mit den Beiträgen
und Bildern,
Haikus von Zen Meistern
und Inspirationen von Osho.
Das Mysterium wird gelebt!
Anand Pakhi
Das Leben ist kein Problem,
Osho
das gelöst werden muss.
Es ist ein Mysterium,
das gelebt werden will.
Mysterium Tod
Das Bereuen von Vergangenem
Liebe Pakhi, 96 Jahre bin ich alt …. der Tod kann jeden Moment kommen. Bereuen kommt immer wieder. Aber ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll – es ist vorbei und kann nicht geändert werden. Kannst du etwas dazu sagen? Vielen Dank.
Liebe Freundin,
in deinem Alter – wie in jedem Alter – ist es gut, sich mit dem Tod zu beschäftigen. Und das heißt immer auch mit dem Leben.
Wenn das Bereuen da ist, dass du früher jemanden etwas angetan hast …. das ist kein Problem. Denn du kannst im Hier und Jetzt einfach in die damalige Situation gehen und sie noch einmal durchspielen. Das ist der erste Schritt. Dadurch wirst du dir deiner Härte und Unbewusstheit bewusst.
Der zweite Schritt ist, dass du die Situation nochmal durchspielst, aber jetzt als eine bewusste, geläuterte Person. Strahle Liebe, Mitgefühl und Verständnis für dich und den anderen aus, soweit dir das möglich ist.
Vergiss nicht deine Liebe für dich selbst. Spiele die Situation noch einmal im Geiste durch.
Und dann sage von Herzen Entschuldigung. Drücke dein Bedauern aus. Der andere wird es verstehen und es wird ihn berühren. Vielleicht nicht bewusst, aber selbst wenn er seinen Körper schon verlassen hat, ist er noch irgendwo in dieser Existenz.
Und deine Entschuldigung wird zu ihm kommen. Sie wird etwas Schönes mit ihm machen.
Dann kannst du dich fragen, wie du die Situation wieder gut machen kannst. Du wirst etwas finden, im Hier und Jetzt. Vielleicht tanzt du einen Tanz, oder du singst ein Lied, oder du machst dem anderen oder seinen Verwandten ein Geschenk.
Wenn du allerdings etwas bedauerst, was du nicht getan hast, etwas, das du versäumt hast, dann tu es jetzt. Wenn es nicht mehr geht wegen deines Alters, dann mache es im Geiste. Spiele damit, koste es im Geiste aus, erfülle deine Sehnsucht.
Lass es so real erscheinen in deiner Vorstellung, wie es dir möglich ist. Gib dein Bestes. Aber bleibe bewusst dabei.
Wisse, dass du deine Sehnsüchte auch heute noch erfüllen kannst, wenn du sie auslebst. Je bewusster und wacher du dabei bist, desto eher fallen sie von dir ab.
Und folge deiner Wahrheit. Sie wird dich zu den richtigen Einsichten führen.
Mehr kann ich dir im Moment nicht sagen ….
Eine liebe Umarmung
Pakhi
Selbstmord des Sohnes
Hallo, seit dem Tod meines jüngsten Sohnes durch Selbstmord suche ich nach Trost und Hilfe. Können Sie mir helfen? Können Sie mich anders trösten? Mir andere Empfehlungen geben?
Ich fühle mich so sehr mitverantwortlich, dass es geschehen ist, weil ich die letzten Wochen seine Haupt-Bezugsperson war, steckte selber in einer Krise, hatte selbst Angst vor der Zukunft und ihn somit mit all meinen Ängsten und Sorgen zusätzlich zu seinen zu sehr mitbelastet, statt ihm Hoffnung und Leichtigkeit in sein Leben zurückzubringen … Mit freundlichen Grüßen
Hallo liebe Freundin,
wenn Sie sich mehr auf Ihren eigenen Tod vorbereiten, hilft Ihnen das vielleicht auch, den Selbstmord Ihres Sohnes besser verstehen zu können.
Ihre Schuldgefühle kann es wahrscheinlich nicht bearbeiten, dazu empfehle ich Ihnen Meditation. Wenn Sie sich für Meditation öffnen wollen, dann schauen Sie doch einmal auf die deutsche Seite: FindYourNose.com. Dort kann man viele Anregungen finden für Meditation.
Als Jugendliche habe ich zwei Selbstmordversuche unternommen, die gescheitert sind, nun ja, das ist offensichtlich. Ich habe mich mit dem Thema Selbstmord sehr auseinandergesetzt. Seit ich den Weg eines Suchers gehe, ist das alles vorbei, Selbstmord ist kein Thema mehr für mich.
Ich habe mich oft gefragt, wenn die Umstände in meinem Leben damals anders gewesen wären, ob ich die Versuche dann auch gemacht hätte. Also wenn sich meine Eltern mehr um mich gekümmert hätten, auch meine Schwester … subjektiv fühlte ich mich damals wie in einem Loch, alles war dunkel und schwer. Kein Licht weit und breit. Keine Luft zum Atmen.
Nun, da ich erwachsen bin, kann ich sehen, dass sehr wohl Liebe für mich da war. Meine Eltern und meine Schwester waren nun mal keine Buddhas, sondern Menschen mit Grenzen, so wie ich es auch bin. Sie taten ihr Bestes – ich forderte indirekt nur so viel von Ihnen, was sie nicht erfüllen konnten.
In meiner jetzigen Sicht tragen sie keinerlei Schuld an meinem Unglück. Sie hätten sich sonst wie verhalten können, ich hätte trotzdem diese Versuche gemacht, denn meine Verzweiflung war zu tief. Bis heute verstehe ich nicht, warum ich in dieses Loch fallen konnte. Es war wie eine tiefe Krankheit, die zum versuchten Selbstmord führte.
Der Tod ist nichts Schlimmes liebe Freundin. Das müssen Sie sich klarmachen.
Das was weh tut, ist die Trennung zu unseren Lieben, die passiert.
Wir müssen uns die existenziellen Wege klarmachen: Wir kommen in diese Welt, führen ein Leben mit bestimmten Lieben, und gehen wieder. Wir müssen alles wieder aufgeben, loslassen und neu anfangen. Wir kommen alleine auf diese Welt und gehen wieder alleine.
Wenn wir das verstanden haben, binden wir uns nicht an unsere Lieben, sondern wir lassen Sie ihren Weg gehen, wohin er auch führt. Wenn er in dem Falle Ihres Sohnes zum Selbstmord führt, dann ist das zu akzeptieren. Es ist sein Weg. Er hat ihn gewählt aus seiner Freiheit heraus, sein Leben und seinen Tod zu entscheiden.
Sie müssen sich um Ihren Weg kümmern, nicht um seinen. Ich verstehe, dass Sie als Mutter damit Schwierigkeiten haben …. Ihre Kinder sind nicht Ihre Kinder, sie sind eigenständige Wesen, die Sie ausgesucht haben als ihre Eltern.
Eltern können ihren Kindern alle Freiheit gönnen, ihren Weg zu gehen, den sie gehen wollen. Sie können sie nur darin unterstützen, wohin sie auch gehen wollen.
Sie haben keine Verantwortung für Ihren Sohn. Liebe ist es, das Sie verbindet zu der Seele, die zu Ihnen fand. Und die Liebe geht jenseits von Raum und Zeit. Lieben Sie Ihren Sohn jetzt, so wie Sie es können. Schicken Sie ihm Ihre ganze Liebe, die aus Ihnen herausdrängt.
Es wird ihn erreichen, wo immer er auch ist. Liebe ist wie eine goldene Brücke, die immer den Weg findet.
Liebe Freundin, wenn Sie daran eine Annäherung spüren, dann öffnen Sie sich für Meditation. Besondere Meditationen zum Sterben finden Sie in der Frage: „Wie fühlt sich Sterben an – Meditationen dazu“.
Meditation bedeutet das, was nicht stirbt.
Finden Sie es heraus
Ich fühle mit Ihnen
Mit einem freundlichen Gruß
Pakhi
Wann beginnt der Sterbeprozess?
Liebe Pakhi, meine Cousine liegt im Sterben. Sie ist fröhlich und wenn sie husten und röcheln muss, dann sagt sie zu uns: Keine Angst, ich sterbe nur.
Was meinst du, wann beginnt der Sterbeprozess? Ist er unterschiedlich zum eigentlichen Tod? Zum Todeseintritt? Liebe Grüße.
Liebe Freundin,
das freut mich, dass deine Cousine so humorvoll und leicht stirbt. Das wünsche ich jedem Menschen ….
Zu deiner Frage: Wann beginnt der Sterbeprozess? In Indien sagt man, dass die Lebensenergie 6 Monate vor dem Tod beginnt, den Sterbenden zu verlassen.
Die Einsicht ist, dass der Sterbeprozess dann beginnt, wenn man die Nasenspitze nicht mehr sehen kann. Es dauert dann eben noch sechs Monate, bis der Tod eintritt.
Deine zweite Frage: Passiert im eigentlichen Tod etwas anderes als im Sterbeprozess?
Der Tod ist der Höhepunkt des Sterbens (und des Lebens). Er ist ein Mysterium. Der Sterbeprozess, der Prozess des Loslassens, ist auf dem Höhepunkt. Alles verdichtet sich im Moment des Todes. Es ist eine große Intensität.
Liebe Grüße
Pakhi
Still sitzen
nichts tun
der Frühling kommt
und das Gras wächst von alleine
Basho
Gesang aus dem No-Mind
In Ehrerbietung an das Mysteriöse
Was ist Meditation?
Meditation bedeutet:
- Sanftes Zuschauen des Körpers, der Gedanken und Gefühle
- Zeuge sein von ihnen
- ein Spiegel Sein von dem was ist
- nicht zu Bewerten
Und:
- Tiefe Entspannung im Inneren
- Leichtigkeit
- Nichts Tun
Das bedeutet Meditation.
Nach innen wenden
Meditation heißt, sich nach innen zu wenden. Tief nach innen zu gehen, in den Bauch, in das Zentrum. Dort findet sich eine wache Klarheit, awareness, die wir sich ausbreiten lassen, überall hin in unser Sein.
Diese Klarheit ist unser Leben. Sie ist unsere Schönheit, unsere Stille. Der Körper ist nur eine Hülle, die Gedanken sind nur Luftblasen und die Gefühle sind nur verklebte Anhänglichkeiten. Die wache Klarheit in unserem Zentrum dagegen ist das reine Leben. Unser Leben. Aus ihm entspringt alles.
Das Mysterium
von Meditation
Wenn wir nach innen gehen,
in Meditation,
tief in unseren Bauch,
in die Mitte unseres Bauchs,
kommen wir zu unserem Zentrum.
Wir begegnen unserem Mysterium.
Es ist ein Raum, ein Space,
der unbegrenzt ist.
Der weite Himmel,
so klar und weit
und innen.
Dieses Mysterium von Meditation
öffnet alle Wunder
unserer Existenz.
Unser Leben klärt sich,
unsere Natur kommt zum Vorschein,
unsere ursprüngliche Originalität
zeigt sich,
und wir erblühen darin.
Im Alltag zeigt sich dieses Erblühen
durch mysteriöse Geschehnisse.
Alles harmonisiert sich,
im Innen wie im Außen.
Das Leben wird einfach
und unkompliziert.
Und schon einem Vogel zuzuschauen,
bringt uns in Glück und Wohlbefinden.
Das Mysterium von Meditation
wirkt unspektakulär.
Alles ist so wie es ist,
in seiner Schönheit
und Einfachheit.
Und es bringt
große Freude,
große Klarheit,
und große Stille,
Erfüllung.
Was immer wir sind,
unsere ursprüngliche Natur
kommt zum Vorschein
Und wir beginnen zu leben,
was wir sind.
Was es ist,
Saigyo
weiß ich nicht;
aber mit Dankbarkeit
fallen meine Tränen.


