Freude am Morgen
Schlaf am Abend
Was sonst?

Ekon

Ein Mysterium ist unergründlich.
Daher heißt es Mysterium.
Man kann es leben … nicht in Worte fassen.

Hier kommt ein gelebtes Mysterium …
das Mysterium Meditation.

Es ist unergründlich
und kann nicht gesagt werden.

Es wird gelebt,
gesungen, getanzt
und gelacht

Das Nichts drückt sich aus,
es spielt.

So spiele ich hier
mit den Beiträgen
und Bildern,
Haikus von Zen Meistern
und Inspirationen von Osho.

Das Mysterium wird gelebt!

Anand Pakhi

Das Leben ist kein Problem,
das gelöst werden muss.
Es ist ein Mysterium,
das gelebt werden will.

Osho

Mysterium Tod

Erheiterung

Liebe Pakhi, jetzt wäre doch ein Witz angemessen, oder?

Na gut … hier ein weiterer meiner Lieblingswitze:

Die Reinmann Familie hat sich um den Abendbrottisch versammelt, als der junge Rüdiger Reinmann aufsteht, um eine Ankündigung zu machen.
„Ich möchte diese Gelegenheit nutzen,“ beginnt Rüdiger, „um euch allen zu erzählen, dass ich Hilda Herold heiraten werde. Sie ist das Mädchen von Gegenüber.“
„Was?“ schreit sein Vater, Herr Reinmann. „Ihre Familie hinterließ ihr kein bisschen Geld!“
„Das stimmt!“, keift Frau Reinmann. „Und sie hat keinen Cent gespart!“
„Von Fußball hat sie keine Ahnung!“ brüllt der kleine Reiner Reinmann.
„Sie ist verrückt!“ schreit die kleine Reinhilde Reinmann. „Ich habe noch nie jemanden gesehen, der so eine bescheuerte Frisur hat!“
„Das stimmt!“ brüllt Onkel Richard. „Und sie macht nichts anderes, als den ganzen Tag rumzusitzen und Schundromane zu lesen.“
„Und schau dir ihre Kleider an!“ schreit Tantchen Roswitha. „Ich habe noch nie jemanden mit so einem fürchterlichen Geschmack gesehen!“
„Das ist gar nichts!“ quietscht Oma Reinmann. „Ihr solltet das Makeup sehen, das sie sich aufs ganze Gesicht schmiert!“
„Das ist alles wahr“, antwortet Rüdiger ruhig, „aber sie hat einen großen Vorzug gegenüber uns allen.“
„Wirklich?“ schreit jeder. „Was ist es?“
„Nun,“ erklärt Rüdiger, „sie hat keine Familie.“

Trauer um einen verstorbenen Freund

Liebe Pakhi, über das, was du sagst, musste ich erst nachdenken .. finde ich das Sterben lustig? Nicht wirklich :-). Gerade letzte Woche ist meine Lieblings-Bedienung im Copy-shop, ein junger, 33jähriger Student mit kleinem Kind aus Kamerun, bei einem Basket-Ball-Spiel einfach gestorben ..

whowww .. das ist ja schon etwas Verrücktes .. an seinem Todestag hat er mich noch bedient .. und er war sehr sympathisch .. ja, dieses Leben und dieser Tod .. ja, die Trauer ist da … alles Gute, viel Glück und Zuwendung .. und bis dahin,

Leider weiß ich nicht mehr, liebe Freundin, in welchem Zusammenhang ich „lustig“ gesagt habe. So kann ich dir auch nicht speziell darauf antworten.

Aber was du über diesen jungen Mann schreibst … darum genau geht es, liebe Freundin. Das sind alte christliche Wege, zu trauern, wenn jemand seinen Körper verlässt. In meiner Weltsicht ist das alles ganz anders.

Die Welt ist ein Mysterium – warum jemand zu einem bestimmten Zeitpunkt seinen Körper verlässt, weiß man als Außenstehender nicht.

Aber es ist keine Katastrophe!

Liebe Freundin. Eine völlige Neuorientierung in Bezug auf Tod und Trauer wäre hilfreich, für uns alle.

Dein Freund könnte wahrscheinlich auch entspannter seinen Weg in die Mysterien fortsetzen, wenn ihn nicht Leute wie du daran hindern würden, weil sie ihm nachweinen (tust du das?), statt ihm ein gutes Farewell von Herzen zu wünschen.

Lustig mit dem Tod umzugehen – warum nicht? Warum ihn schwer und ernst und bedrückend ansehen? Zu dem Schmerz und der Trauer aller Beteiligten beitragen? Was sich in dir daran sträubt ist deine christliches Konditionierung.

Nun, aber das ist verständlich – auch ich habe diese Prägungen noch ein wenig in mir und es bedarf der konstanten Aufmerksamkeit, sie zu überwinden, so tief geht sie.

Das ist der rebellische Ansatz von Osho: Alles zu feiern. Alles. Auch den Tod deines jungen Freundes. Give him a beautiful send-off.

Einen lieben Gruß an dich

Pakhi

Antwort von der Freundin:

Liebe Pakhi, jetzt muss ich richtig lachen! Du bist wirklich klasse!

Alles Liebe dir

Genügt ein Witz gegen die Todesangst?

Liebe Pakhi, Sterben mit Meditation und Lachen, das ist wunderbar – aber das funktioniert so nicht, wie ich es da von dir höre. Sagst du auch etwas für Leute, die schlicht Angst vor dem Tod haben? Da wird ja ein Witz nicht genügen? Herzlich

Lieber Freund,

jemand hat Angst vor dem Tod in zweiter Linie, weil ihm das Gesellschaft und Religion so eingeredet haben.

In erster Linie hat er nicht verstanden, dass er nicht der Körper ist, der stirbt … und um das zu verstehen, braucht er Meditation in seinem Leben.

Wenn du mich also fragst, ob ich auch etwas sage für Leute, die schlicht Angst vor dem Tod haben, dann sage ich dir: All die Antworten aus meinen Fragen zielen dazu ab, die Angst vor dem Tod loszulassen.

Ich will dabei helfen, eine völlig neue Sichtweise dem Tod gegenüber zu entwickeln; eben nicht die der Angst und Trauer, sondern die der Leichtigkeit und der Meditation. Jeder, der sich für meinen Ansatz öffnet, wird die Angst vor dem Tod verlieren – und Meditation finden.

Ich halte nichts von falschen Tröstungen, die den Status Quo bestätigen und die Ansichten der Gesellschaft und Religionen fördern.

Es ist an der Zeit, dass die Menschen die Wahrheit erfahren: Sie sind nicht der Körper, sie sind nicht die Gefühle, auch nicht die Ängste, sie sind nicht ihr Denken – sie sind nur der reine Zuschauer.

Und das ist der wahre Trost!

Vielleicht würde sogar ein Witz genügen … das weiß ich nicht … die existenziellen Wege sind eigenartig, vielleicht hilft bei einem bestimmten Individuum auch nur ein Witz über den Tod und er hat seine Angst verloren.

Um jemanden persönlich, also nicht über ein Buch, sondern im direkten Kontakt aus der Angst vor dem Tod zu helfen, bedarf es einer individuellen Herangehensweise. Da kann es sogar ein Witz sein, wie gesagt.

Oder vielleicht auch eine mitfühlende Umarmung von jemanden, der dem Tod über seine Meditation begegnet ist und der weiß, dass der Tod die größte Fiktion ist.

Das ist eine sehr individuelle Sache und der Wegbegleiter bedarf des großen Mitgefühls und Bewusstheit.

Aber eines ist klar: Die Lüge, dass der Tod etwas Schlimmes, Furchterregendes ist, werde ich nicht unterstützen. Das ist am Anfang bitter, am Ende aber süß.

Die Menschen müssen eben erst einmal lernen, das heißt, davon hören und es zumindest intellektuell verstehen lernen, damit sie sich dann für die Schönheit des Todes öffnen können. Es ist ein Prozess des Wachsens.

Es wird Zeit, dass die Leute dazu lernen.

Ich zumindest will meinen Beitrag dazu leisten. Und daher spreche ich aus meinen Erfahrungen über den Tod.

Und der ist nicht angstmachend, das kann ich dir versichern.

Einen lieben Gruß an dich
Pakhi

Antwort des Freundes:

Hallo, Pakhi,

danke für deine ausführliche Antwort. Wenn ich dich richtig verstehe, versuchst du, Osho´s Ansatz über das Sterben in die Praxis umzusetzen. Da sind wir uns einig und das ist auch unser Berührungspunkt. Das „wie“ ist sicher verschieden.

Denn es ist meiner Erfahrung nach ein langer Weg, nicht nur intellektuell, sondern  aus eigener Erfahrung zu wissen, dass man nicht der Körper ist. Ich bin da schlicht noch nicht…

Hier noch ein schönes Rumi-Gedicht: 
by Rumi

On the day I die, 
when I’m carried to the grave, 
don’t weep.

Don’t say: „He’s gone! He’s gone!“ 
Death has nothing to do with going away.

The sun sets and the moon sets, 
but they’re not gone. 
Death is a coming together.

The tomb looks like a prison, 
but it’s really release 
into Union.

The human seed goes down in the ground 
like a bucket into the well where Joseph is.

It grows and comes up 
full of some unimagined beauty.

Your mouth closes here 
and immediately opens 
with a shout of joy there.

Herzliche Grüsse

Still sitzen
nichts tun
der Frühling kommt
und das Gras wächst von alleine

Basho

Gesang aus dem No-Mind
In Ehrerbietung an das Mysteriöse

Was ist Meditation?

Meditation bedeutet:

  • Sanftes Zuschauen des Körpers, der Gedanken und Gefühle
  • Zeuge sein von ihnen
  • ein Spiegel Sein von dem was ist
  • nicht zu Bewerten

Und:

  • Tiefe Entspannung im Inneren
  • Leichtigkeit
  • Nichts Tun


Das bedeutet Meditation.

» mehr darüber lesen, was Meditation ist

Nach innen wenden

Meditation heißt, sich nach innen zu wenden. Tief nach innen zu gehen, in den Bauch, in das Zentrum. Dort findet sich eine wache Klarheit, awareness, die wir sich ausbreiten lassen, überall hin in unser Sein.

Diese Klarheit ist unser Leben. Sie ist unsere Schönheit, unsere Stille. Der Körper ist nur eine Hülle, die Gedanken sind nur Luftblasen und die Gefühle sind nur verklebte Anhänglichkeiten. Die wache Klarheit in unserem Zentrum dagegen ist das reine Leben. Unser Leben. Aus ihm entspringt alles.

Das Mysterium
von Meditation

Wenn wir nach innen gehen,  
in Meditation,  
tief in unseren Bauch,  
in die Mitte unseres Bauchs,  
kommen wir zu unserem Zentrum. 

Wir begegnen unserem Mysterium. 

Es ist ein Raum, ein Space, 
der unbegrenzt ist.
Der weite Himmel,
so klar und weit
und innen.

Dieses Mysterium von Meditation
öffnet alle Wunder
unserer Existenz.

Unser Leben klärt sich,
unsere Natur kommt zum Vorschein,
unsere ursprüngliche Originalität
zeigt sich,
und wir erblühen darin.

Im Alltag zeigt sich dieses Erblühen
durch mysteriöse Geschehnisse.
Alles harmonisiert sich,
im Innen wie im Außen.

Das Leben wird einfach
und unkompliziert.
Und schon einem Vogel zuzuschauen,
bringt uns in Glück und Wohlbefinden.

Das Mysterium von Meditation
wirkt unspektakulär.
Alles ist so wie es ist,
in seiner Schönheit
und Einfachheit.

Und es bringt
große Freude,
große Klarheit,
und große Stille,
Erfüllung.

Was immer wir sind,
unsere ursprüngliche Natur
kommt zum Vorschein

Und wir beginnen zu leben,
was wir sind.

Was es ist, 
weiß ich nicht;
aber mit Dankbarkeit
fallen meine Tränen.

Saigyo