Freude am Morgen
Schlaf am Abend
Was sonst?

Ekon

Ein Mysterium ist unergründlich.
Daher heißt es Mysterium.
Man kann es leben … nicht in Worte fassen.

Hier kommt ein gelebtes Mysterium …
das Mysterium Meditation.

Es ist unergründlich
und kann nicht gesagt werden.

Es wird gelebt,
gesungen, getanzt
und gelacht

Das Nichts drückt sich aus,
es spielt.

So spiele ich hier
mit den Beiträgen
und Bildern,
Haikus von Zen Meistern
und Inspirationen von Osho.

Das Mysterium wird gelebt!

Anand Pakhi

Das Leben ist kein Problem,
das gelöst werden muss.
Es ist ein Mysterium,
das gelebt werden will.

Osho

Mysterium Tod

Wie ist man ein Spiegel?

Liebe Pakhi, 
Du schreibst, über Bewusstsein …
„Sei für die Situationen, die dir begegnen, nicht empfänglich, sondern sei wie ein Spiegel… spiegel alles wider …“

Was genau…. und wie???
Lieben Dank noch

Liebe Freundin,
Deine Frage lautet:
Wie ist man ein Spiegel?

Dazu gibt es eine schöne Übung: 
Du siehst eine Blume und während du schaust, achtest du darauf, nicht zu denken. Du schaust einfach nur …

Die ausführliche Meditation findest du auf FindYourNose.com.

Wenn du leer geworden bist, dann schaust du die Blume nur noch an – und bist zum Spiegel geworden.

Du spiegelst ihn in deinem Beobachten wider.

Da ist die Blume, da bist du, und die Grenzen verschwinden langsam. Du schaust die Blume an und die Blume sieht dich an. Keine Empfänglichkeit ist vonnöten, nur einfaches Sosein, Offenheit.

So bist du zum Spiegel geworden.

Probiere die Meditation ‚Nur schauen‘ aus und du wirst verstehen, was ich meine.

Liebe
Pakhi

Einfach nur schauen –
eine Meditation

Auf Youtube ansehen

Hihi, übe mit dem Hündchen …. 

Liebe Pakhi,
ein herzliches Danke für deine Antwort.
Ich finde das wunderbar, ich dachte bei spiegeln an das Spiegelgesetz, hab das Bücherl von Christa Kössner gelesen und nun das, was ich in deinem Buch las, damit in Verbindung gebracht – das passte jetzt für mich nicht ganz so …
Jetzt ist es mir klar und ich hab die Meditation gleich angesehen. Toll!
Danke für die Anregung, wieder achtsam zu sein…
Liebe Grüße

Lachen im Tod?

Liebe Pakhi, wie soll das gehen, dass man im Tod lacht? Das ist doch Quatsch, der Körper kann doch gar nicht mehr lachen … und ich habe auch noch nie gehört oder gesehen, dass ein Sterbender gelacht hat. Wie meinst du das? Love 

Liebe Freundin,

du hast recht – und so ist das auch nicht gemeint von mir, wenn ich sage, dass vor dem Verlassen des Körpers Lachen und Feiern geschieht. Auch ich habe noch keinen Sterbenden in dieser Phase lachen gesehen.

Ich meine auch nicht, dass der sterbende Freund lauthals loslacht in dieser Phase. Sondern es ist ein inneres Phänomen. Kurz bevor man aus dem Körper gezogen wird, kann man zutiefst glücklich sein.

Im besten Falle feiert man sozusagen sein Leben, das nun zum Höhepunkt kommt – der Flug ins Mysterium – so nenne ich es.

Richtiges Lachen kommt vorher als Sterbevorbereitung vor. Es ist sehr wichtig, dass der sterbende Freund sich dem Tod positiv stellt.

Das macht er, wenn er noch nicht so weit nach Innen gegangen ist, wenn er noch Kontakt mit seiner Umgebung hat. Dann ist das Lachen sehr hilfreich.

Und das auf vielen Ebenen:
Es löst die Ängste, lockert sowohl die Psyche als auch die körperlichen Blockaden auf. Es aktiviert den ganzen Menschen, lässt ihn seine Energie sammeln auf dem Weg zum Gipfel des Todes.

Wenn der Sterbende nicht zu sehr dagegen ist, helfen Witze und Lachen, mit der Herausforderung, die der Tod für jeden ist, gut umzugehen.

Doch das innere Lachen, stimmt schon liebe Freundin, vielleicht hätte ich es besser „Glückseligkeit“ nennen sollen …

Diese innere Freude und Glückseligkeit kann man bei meditierenden Freunden leicht wahrnehmen.

Jetzt schicke ich dir einen lieben Gruß

Pakhi

Lebenslust statt Sterben?

Liebe Pakhi, wenn du sagst, dass ich mich dem Tod stellen soll – eigentlich will ich das gar nicht. Ich will lieber leben! Ich liebe das Leben. Ich will es nicht loslassen. Ich habe Lebenslust. Es gibt noch so viel zu entdecken, so viel zu erleben … Kannst du mir darauf was antworten? Einen Gruß an dich 

Tut mir leid lieber Freund, aber ich muss dir ziemlich hart auf deine Frage antworten.

Was ist das für ein Leben, das du so liebst und verteidigst? Hast du irgendetwas Wesentliches bisher in diesem Leben von dir erfahren? Weißt du, wer du bist, was dich ausmacht? Woher kommen deine Impulse? Was ist deine Lebensenergie? Was ist deine Natur, deine Natürlichkeit, was ist dein Potenzial?

Was ist Göttlichkeit? Was ist die Existenz? Wie sieht dein wahres Gesicht aus, das du vor deiner Geburt hattest? Bist du schon von der Existenz gesegnet worden? Hast du die Sicherheit, dass du auf dem richtigen Weg bist, in Einklang mit den Wegen der Existenz? Bekommst du bewusst mit, was du so den Tag über machst?

Nun, ich denke, du hast den Punkt verstanden. In diesem Leben, das du so toll findest, gibt es Vermeidungen, Zerstreuungen und dein Denken, das du, wie fast jeder andere auch, rauf- und runternudelst.

Ok, es gibt noch einen positiveren anderen Aspekt bei dir, aber auf den gehe ich erst später ein.

Was du Leben nennst, ist ein Hin- und Herdriften, von einer Sensation zur nächsten, von einer Sehnsucht zur nächsten. Ohne Bewusstheit, ohne Tiefe, ohne Sensitivität, ohne Verstehen ist dieses Leben eine einzige Katastrophe.

Ohne das Wissen, dass der Tod etwas Freudiges, Schönes ist, wird dein Leben immer von Ängsten, Panik und Chaos erfüllt sein.

Da fällt mir eine Übung ein für dich, die dir vielleicht den Unterschied klarmacht: Stelle dich darauf ein, dass du nur noch sieben Tage leben wirst. Nach sieben Tagen um 12:00 mittags wirst du sterben.

Diese Übung ist sehr realistisch. Denn genauso kann es passieren, jeden Moment kann der Tod an deine Türe klopfen. Vielleicht wirst du überfahren, oder dein Flugzeug stürzt ab oder … was weiß ich, wie du sterben wirst …

Lass dich auf diese Vorgabe wirklich ein – und schau, was mit dir passiert. Ob du dann immer noch die gleichen Sachen machen würdest, die gleichen dummen Abenteuer suchen würdest, die gleichen Leute zum Quatschen treffen würdest, auf der Suche nach einer Freundin wärst … du hast nur noch sieben Tage Zeit, alles Wichtige zu begreifen!

Mal sehen, ob dir diese Übung Erkenntnisse bringen wird. Ob sie dir aufzeigt, was es bedeutet, in Einklang mit deinem wirklichen, tiefen Leben zu sein und damit auch in Einklang mit deinem Tod zu sein.

Ein bewusster Mensch lebt so, als würde er jede Zehntelsekunde sterben. Er hat eine tiefe Wahrnehmung und kann so überhaupt erst einmal all das schätzen, was das Leben ihm bietet.

Bei den Zenmeistern heißt es: Ein bewusster Mensch isst, wenn er isst, schläft, wenn er schläft und geht, wenn er geht. Das ist alles.

Und ich sage dir: Das ist das wahre und tolle Leben! Etwas mit äußerster Achtsamkeit, Ästhetik und Bewusstheit zu tun, das ist ein solcher Genuss! Das ist ein solches Glück! Das ist eine solche Erfüllung! Das ist das Leben, das jeden Moment vergehen kann und doch ist man erfüllt.

Osho spricht viel davon, dass ein bewusster Mensch wie „Zorba der Buddha“ lebt. Das ist ein ganz neuer Ansatz, gab es doch früher einerseits die Hedonisten und andererseits die Mönche, die auf der Suche waren. Und da war eine starke Trennung zwischen ihnen.

Osho hat diesen neuen, rebellischen Ansatz: Sei ein Mensch, der das Leben liebt und es genießt. Und zugleich sei auch bewusst und auf der Suche nach dem, was dich im Innersten ausmacht.

Lieber Freund, ich erzähle dir das, weil ich weiß, dass du den Zorba sehr gut lebst. Du bist in gewisser Weise der perfekte Zorba. Aber dir fehlt etwas Wesentliches, von dem ich dir hier erzähle: der Buddha.

Ohne Tiefe, ohne Bewusstheit, Achtsamkeit, Sensitivität, ohne Meditation wird dein Leben hohl sein. Wende dich dem Tod zu, heiße ihn von Herzen willkommen, und du wirst zum Zorba dem Buddha .

Eine liebe Umarmung
Pakhi

Still sitzen
nichts tun
der Frühling kommt
und das Gras wächst von alleine

Basho

Gesang aus dem No-Mind
In Ehrerbietung an das Mysteriöse

Was ist Meditation?

Meditation bedeutet:

  • Sanftes Zuschauen des Körpers, der Gedanken und Gefühle
  • Zeuge sein von ihnen
  • ein Spiegel Sein von dem was ist
  • nicht zu Bewerten

Und:

  • Tiefe Entspannung im Inneren
  • Leichtigkeit
  • Nichts Tun


Das bedeutet Meditation.

» mehr darüber lesen, was Meditation ist

Nach innen wenden

Meditation heißt, sich nach innen zu wenden. Tief nach innen zu gehen, in den Bauch, in das Zentrum. Dort findet sich eine wache Klarheit, awareness, die wir sich ausbreiten lassen, überall hin in unser Sein.

Diese Klarheit ist unser Leben. Sie ist unsere Schönheit, unsere Stille. Der Körper ist nur eine Hülle, die Gedanken sind nur Luftblasen und die Gefühle sind nur verklebte Anhänglichkeiten. Die wache Klarheit in unserem Zentrum dagegen ist das reine Leben. Unser Leben. Aus ihm entspringt alles.

Das Mysterium
von Meditation

Wenn wir nach innen gehen,  
in Meditation,  
tief in unseren Bauch,  
in die Mitte unseres Bauchs,  
kommen wir zu unserem Zentrum. 

Wir begegnen unserem Mysterium. 

Es ist ein Raum, ein Space, 
der unbegrenzt ist.
Der weite Himmel,
so klar und weit
und innen.

Dieses Mysterium von Meditation
öffnet alle Wunder
unserer Existenz.

Unser Leben klärt sich,
unsere Natur kommt zum Vorschein,
unsere ursprüngliche Originalität
zeigt sich,
und wir erblühen darin.

Im Alltag zeigt sich dieses Erblühen
durch mysteriöse Geschehnisse.
Alles harmonisiert sich,
im Innen wie im Außen.

Das Leben wird einfach
und unkompliziert.
Und schon einem Vogel zuzuschauen,
bringt uns in Glück und Wohlbefinden.

Das Mysterium von Meditation
wirkt unspektakulär.
Alles ist so wie es ist,
in seiner Schönheit
und Einfachheit.

Und es bringt
große Freude,
große Klarheit,
und große Stille,
Erfüllung.

Was immer wir sind,
unsere ursprüngliche Natur
kommt zum Vorschein

Und wir beginnen zu leben,
was wir sind.

Was es ist, 
weiß ich nicht;
aber mit Dankbarkeit
fallen meine Tränen.

Saigyo