Freude am Morgen
Schlaf am Abend
Was sonst?

Ekon

Ein Mysterium ist unergründlich.
Daher heißt es Mysterium.
Man kann es leben … nicht in Worte fassen.

Hier kommt ein gelebtes Mysterium …
das Mysterium Meditation.

Es ist unergründlich
und kann nicht gesagt werden.

Es wird gelebt,
gesungen, getanzt
und gelacht

Das Nichts drückt sich aus,
es spielt.

So spiele ich hier
mit den Beiträgen
und Bildern,
Haikus von Zen Meistern
und Inspirationen von Osho.

Das Mysterium wird gelebt!

Anand Pakhi

Das Leben ist kein Problem,
das gelöst werden muss.
Es ist ein Mysterium,
das gelebt werden will.

Osho

Mysterium Tod

Einsames Sterben im Krankenhaus

Hallo , mein Vater ist im Krankenhaus 2010 verstorben. Ich hatte immer ein sehr inniges Verhältnis zu meinem Vater und bin zutiefst schockiert, dass die Klinik mich nicht angerufen hat, dass sich sein Gesundheitszustand verschlechtert hat.

Ich war zum Zeitpunkt seines Todes auf der Arbeit und erhielt erst die Nachricht nach seinem Tode. Ich bin verzweifelt, dass ich nicht bei ihm war, ich habe auch schon mit den Ärzten gesprochen, da ich sein Sterben im Krankenhaus als menschenunwürdig empfinde … und besorgt bin um alle anderen Patienten denen es ähnlich ergehen wird!!

Mein Vater war mit Medikamenten ruhig gestellt worden und konnte sich nicht mehr mitteilen … Ich bin tieftraurig und verzweifelt und mache mir Vorwürfe, dass ich nicht bei ihm war.

Liebe Freundin,

ich verstehe Ihre Traurigkeit über das Sterben Ihres Vaters.

Aber manchmal ist es anders, als es offensichtlich aussieht.

Vielleicht war es für Ihren Vater gut, dass er alleine gestorben ist. Manchmal können die Sterbenden nicht gehen, wenn die Angehörigen bei ihnen sind. Und was mich betrifft, bin ich sowieso der Meinung, dass es besser ist, alleine zu sterben, als wenn jemand da ist.

Sie brauchen nicht traurig zu sein – Ihrem Vater geht es nun bestimmt besser als vorher. Er ist auf seiner Reise, die er sowieso ohne Sie lebt. Es bedarf der Zeit der Trennung, wenn ein geliebter Mensch geht.

So schmerzhaft es ist, aber wir müssen unsere Lieben gehen lassen – und je freudiger und akzeptierender, desto besser für alle Beteiligten. Die Umstände im Krankenhaus haben Ihrem Vater sicherlich geholfen, loszulassen.

Und dass er ruhig gestellt war, muss nicht unbedingt schlecht sein. Auch das hilft, den Ablöseprozess im Sterben entspannt geschehen zu lassen.

Haben Sie Vertrauen, dass es gut war, so wie es passierte.

Mit einem freundlichen Gruß
Pakhi

Liebe Pakhi,

vielen herzlichen Dank für die liebevollen und aufbauenden Zeilen!

Ich habe über Ihre Worte nachgedacht und bin zu der Überzeugung gekommen, dass es im Sinne meines Vaters war, seinen Weg alleine gehen zu können. Meine Traurigkeit und mein nicht „Loslassen -Wollen “ – hätten ihn nur noch zusätzlich gequält und festgehalten .

Tief in meinem Inneren weiß ich, dass er nun seinen Frieden gefunden hat und dass er auf der anderen Seite des Weges ist … dort wo das goldene Licht ist.

Ich danke Ihnen so sehr,
alles Liebe

Marc Aurel – Heiterkeit beim Sterben

Hallo Pakhi, der letzte Satz der „Selbstbetrachtungen“ von Marc Aurel lautet: „Geh also heiter aus dem Leben; denn der, der dich entläßt, tut es heiter.“ Stellt dieser Satz deine komprimierte Botschaft dar?

Lieber Freund,

das ist ein wunderbarer Satz von Marc Aurel. Wunderbar.

In gewisser Weise stellt dieser Satz meine Botschaft dar, denn heiter kann man nur mit Meditation sein, in der Heiterkeit ist auch die Meditation enthalten.

Ein kleines Problem habe ich mit zwei Dingen: „Geh also heiter“. Ich glaube nicht, dass man im Tod geht, man wird getragen und geführt von der Existenz.

Und dann der Satz: „der, der dich entlässt“. Würde man das mit Existenz übersetzen, also ohne Gott, dann würde es für mich stimmen.

Der Satz müsste also für mich so heißen: Lasse dich also heiter aus dem Leben führen, denn die Existenz, die dich trägt und entlässt, ist immer heiter.

Vertraue dem Tod, er weiß was er tut. (Hihi)

Einen lieben Gruß an dich

Pakhi

Schwierigkeiten beim Abschied von geliebten Menschen

Hallo Pakhi, ich habe mehr Angst vor dem Abschied von geliebten Menschen als vor meinem eigenen Tod. Wie kann ich lernen, mich zu verabschieden?

Liebe Freundin,

du verstrahlst deine Energie zu sehr an deine geliebten Menschen.  Vermutlich leidest du an etwas, das ich “ nicht die notwendige Vollständigkeit lassen“ nenne.

Ich erkläre es dir: Wenn ein geliebter Mensch stirbt, dann ist er auf seinem Weg in die Mysterien. Er geht diesen Weg alleine und völlig selbstverantwortlich. Niemand kann und – sollte auch nicht – ihm dabei helfen.

Er muss diesen Weg alleine gehen – und das ist seine ganze Würde des Lebens. Wir haben das Recht, unseren Weg so zu gehen, wie wir es wollen.

Nun kommst du und willst ihn vor dem Sterben retten. Das bedeutet, du versuchst, ihn in seiner Vollständigkeit nicht anzunehmen. Für ihn ist es richtig, was passiert, er hat es sich selbstverantwortlich herausgesucht – auch wenn dies sich dein Freund vielleicht nicht bewusst ist.

Lerne den anderen mit anderen Augen zu sehen. Als ganzes Wesen, das alles, was ihm passiert, initiiert hat. 

Und es hat seinen Sinn, zu sterben.

Frage dich einmal, was der Sinn ist – und du wirst verstehen, dass Sterben nichts Schlimmes ist.

Du kannst dich leichter von jemanden verabschieden, wenn du seine Verantwortlichkeit für sich selbst siehst. Dann liebst du ihn nur noch, und freust dich mit ihm, wenn er sich auf den Weg macht, wohin auch immer.

Dann lässt du ihn sein, wie er ist und tanzt mit ihm seinen Tanz des Lebens und des Todes. Aber du wirst nicht an ihm anhaften.

Einen anderen Aspekt möchte ich dir auch noch sagen: Wenn du dich zu sehr um andere kümmerst, dann fehlt dir dein Gefühl für dich selbst. Meditiere regelmäßig und du wirst langsam, langsam der Zuschauer von Allem.

Das wird dir auch helfen, entspannter mit deinen geliebten Menschen um dich herum zu sein.

Du kannst auf dem deutschen Magazin FindYourNose.com alles über Meditation finden. Stöbere dort ein wenig und der Einstieg in die Meditation wird dir leicht fallen.

Jetzt umarme ich dich

Pakhi

Still sitzen
nichts tun
der Frühling kommt
und das Gras wächst von alleine

Basho

Gesang aus dem No-Mind
In Ehrerbietung an das Mysteriöse

Was ist Meditation?

Meditation bedeutet:

  • Sanftes Zuschauen des Körpers, der Gedanken und Gefühle
  • Zeuge sein von ihnen
  • ein Spiegel Sein von dem was ist
  • nicht zu Bewerten

Und:

  • Tiefe Entspannung im Inneren
  • Leichtigkeit
  • Nichts Tun


Das bedeutet Meditation.

» mehr darüber lesen, was Meditation ist

Nach innen wenden

Meditation heißt, sich nach innen zu wenden. Tief nach innen zu gehen, in den Bauch, in das Zentrum. Dort findet sich eine wache Klarheit, awareness, die wir sich ausbreiten lassen, überall hin in unser Sein.

Diese Klarheit ist unser Leben. Sie ist unsere Schönheit, unsere Stille. Der Körper ist nur eine Hülle, die Gedanken sind nur Luftblasen und die Gefühle sind nur verklebte Anhänglichkeiten. Die wache Klarheit in unserem Zentrum dagegen ist das reine Leben. Unser Leben. Aus ihm entspringt alles.

Das Mysterium
von Meditation

Wenn wir nach innen gehen,  
in Meditation,  
tief in unseren Bauch,  
in die Mitte unseres Bauchs,  
kommen wir zu unserem Zentrum. 

Wir begegnen unserem Mysterium. 

Es ist ein Raum, ein Space, 
der unbegrenzt ist.
Der weite Himmel,
so klar und weit
und innen.

Dieses Mysterium von Meditation
öffnet alle Wunder
unserer Existenz.

Unser Leben klärt sich,
unsere Natur kommt zum Vorschein,
unsere ursprüngliche Originalität
zeigt sich,
und wir erblühen darin.

Im Alltag zeigt sich dieses Erblühen
durch mysteriöse Geschehnisse.
Alles harmonisiert sich,
im Innen wie im Außen.

Das Leben wird einfach
und unkompliziert.
Und schon einem Vogel zuzuschauen,
bringt uns in Glück und Wohlbefinden.

Das Mysterium von Meditation
wirkt unspektakulär.
Alles ist so wie es ist,
in seiner Schönheit
und Einfachheit.

Und es bringt
große Freude,
große Klarheit,
und große Stille,
Erfüllung.

Was immer wir sind,
unsere ursprüngliche Natur
kommt zum Vorschein

Und wir beginnen zu leben,
was wir sind.

Was es ist, 
weiß ich nicht;
aber mit Dankbarkeit
fallen meine Tränen.

Saigyo