Freude am Morgen
Schlaf am Abend
Was sonst?
Ekon
Ein Mysterium ist unergründlich.
Daher heißt es Mysterium.
Man kann es leben … nicht in Worte fassen.
Hier kommt ein gelebtes Mysterium …
das Mysterium Meditation.
Es ist unergründlich
und kann nicht gesagt werden.
Es wird gelebt,
gesungen, getanzt
und gelacht
Das Nichts drückt sich aus,
es spielt.
So spiele ich hier
mit den Beiträgen
und Bildern,
Haikus von Zen Meistern
und Inspirationen von Osho.
Das Mysterium wird gelebt!
Anand Pakhi
Das Leben ist kein Problem,
Osho
das gelöst werden muss.
Es ist ein Mysterium,
das gelebt werden will.
Mysterium Tod
Wann beginnt der Sterbeprozess?
Liebe Pakhi, meine Cousine liegt im Sterben. Sie ist fröhlich und wenn sie husten und röcheln muss, dann sagt sie zu uns: Keine Angst, ich sterbe nur.
Was meinst du, wann beginnt der Sterbeprozess? Ist er unterschiedlich zum eigentlichen Tod? Zum Todeseintritt? Liebe Grüße.
Liebe Freundin,
das freut mich, dass deine Cousine so humorvoll und leicht stirbt. Das wünsche ich jedem Menschen ….
Zu deiner Frage: Wann beginnt der Sterbeprozess? In Indien sagt man, dass die Lebensenergie 6 Monate vor dem Tod beginnt, den Sterbenden zu verlassen.
Die Einsicht ist, dass der Sterbeprozess dann beginnt, wenn man die Nasenspitze nicht mehr sehen kann. Es dauert dann eben noch sechs Monate, bis der Tod eintritt.
Deine zweite Frage: Passiert im eigentlichen Tod etwas anderes als im Sterbeprozess?
Der Tod ist der Höhepunkt des Sterbens (und des Lebens). Er ist ein Mysterium. Der Sterbeprozess, der Prozess des Loslassens, ist auf dem Höhepunkt. Alles verdichtet sich im Moment des Todes. Es ist eine große Intensität.
Liebe Grüße
Pakhi
Lachen im Tod?
Liebe Pakhi, wie soll das gehen, dass man im Tod lacht? Das ist doch Quatsch, der Körper kann doch gar nicht mehr lachen … und ich habe auch noch nie gehört oder gesehen, dass ein Sterbender gelacht hat. Wie meinst du das? Love
Liebe Freundin,
du hast recht – und so ist das auch nicht gemeint von mir, wenn ich sage, dass vor dem Verlassen des Körpers Lachen und Feiern geschieht. Auch ich habe noch keinen Sterbenden in dieser Phase lachen gesehen.
Ich meine auch nicht, dass der sterbende Freund lauthals loslacht in dieser Phase. Sondern es ist ein inneres Phänomen. Kurz bevor man aus dem Körper gezogen wird, kann man zutiefst glücklich sein.
Im besten Falle feiert man sozusagen sein Leben, das nun zum Höhepunkt kommt – der Flug ins Mysterium – so nenne ich es.
Richtiges Lachen kommt vorher als Sterbevorbereitung vor. Es ist sehr wichtig, dass der sterbende Freund sich dem Tod positiv stellt.
Das macht er, wenn er noch nicht so weit nach Innen gegangen ist, wenn er noch Kontakt mit seiner Umgebung hat. Dann ist das Lachen sehr hilfreich.
Und das auf vielen Ebenen:
Es löst die Ängste, lockert sowohl die Psyche als auch die körperlichen Blockaden auf. Es aktiviert den ganzen Menschen, lässt ihn seine Energie sammeln auf dem Weg zum Gipfel des Todes.
Wenn der Sterbende nicht zu sehr dagegen ist, helfen Witze und Lachen, mit der Herausforderung, die der Tod für jeden ist, gut umzugehen.
Doch das innere Lachen, stimmt schon liebe Freundin, vielleicht hätte ich es besser „Glückseligkeit“ nennen sollen …
Diese innere Freude und Glückseligkeit kann man bei meditierenden Freunden leicht wahrnehmen.
Jetzt schicke ich dir einen lieben Gruß
Pakhi
Wie überwinde ich Ängste?
Liebe Pakhi, oft bemerke ich, dass ich mich bei verschiedenen Gelegenheiten ängstlich zusammenziehe. Wenn ich eine aufregende Stelle in einem Film sehe oder wenn ich nur an meinen Chef denke. Was ist das? Haben meine Ängste etwas mit dem Tod zu tun? Kannst du mir helfen? Liebe Grüße.
Liebe Freundin,
wie gut du das bemerkt hast! Das ist toll, dass du es spürst, wenn du Ängste hast und dich zusammenziehst. So hast du schon fast die Lösung deines Problems. Aufmerksamkeit ist das Wichtigste.
Ja, das ist so: Wann immer du Ängste hast, tief drinnen ist das eigentlich eine Todesangst.
Wenn du wieder bemerkst, dass du dich angstvoll zusammenziehst, dann heiße den Tod willkommen, der sich nach dir streckt. Halte für einen Moment inne und begrüße deinen Tod.
Spiele damit, dass du jetzt stirbst. Du wirst sehen, dass dadurch deine Ängste verfliegen.
Wir haben alle Todesangst in uns. Die Frage ist, wie wir damit umgehen. Verdrängen wir sie? Oder lenken wir uns ab? Eine weitere Möglichkeit, sich nicht der Todesangst zu stellen, ist, sich zusammenzuziehen und zu Leiden ohne Hinzuschauen. All das lässt sie im Innern schwelen, bis sie spätestens im Tode aufbricht.
Daher ist es gut, sich ihr jetzt, gleich, zu stellen. Achte auf Anzeichen von Angst. Und wenn du sie bemerkst, dann siehe, dass du eigentlich Todesangst hast.
Und dann sage ja zum Tod.
Rufe jipiiihh
Deine Angst wird sich entspannen.
Du kannst auch üben, indem du Filme anschaust, die dir Angst machen. Es können ja Anfangs noch leichtere sein, wie zum Beispiel Tierfilme, in denen Löwen Zebras reißen.
Heiße deinen Tod willkommen und du wirst ein entspanntes, fröhliches Leben führen.
Alles Liebe
Pakhi
Still sitzen
nichts tun
der Frühling kommt
und das Gras wächst von alleine
Basho
Gesang aus dem No-Mind
In Ehrerbietung an das Mysteriöse
Was ist Meditation?
Meditation bedeutet:
- Sanftes Zuschauen des Körpers, der Gedanken und Gefühle
- Zeuge sein von ihnen
- ein Spiegel Sein von dem was ist
- nicht zu Bewerten
Und:
- Tiefe Entspannung im Inneren
- Leichtigkeit
- Nichts Tun
Das bedeutet Meditation.
Nach innen wenden
Meditation heißt, sich nach innen zu wenden. Tief nach innen zu gehen, in den Bauch, in das Zentrum. Dort findet sich eine wache Klarheit, awareness, die wir sich ausbreiten lassen, überall hin in unser Sein.
Diese Klarheit ist unser Leben. Sie ist unsere Schönheit, unsere Stille. Der Körper ist nur eine Hülle, die Gedanken sind nur Luftblasen und die Gefühle sind nur verklebte Anhänglichkeiten. Die wache Klarheit in unserem Zentrum dagegen ist das reine Leben. Unser Leben. Aus ihm entspringt alles.
Das Mysterium
von Meditation
Wenn wir nach innen gehen,
in Meditation,
tief in unseren Bauch,
in die Mitte unseres Bauchs,
kommen wir zu unserem Zentrum.
Wir begegnen unserem Mysterium.
Es ist ein Raum, ein Space,
der unbegrenzt ist.
Der weite Himmel,
so klar und weit
und innen.
Dieses Mysterium von Meditation
öffnet alle Wunder
unserer Existenz.
Unser Leben klärt sich,
unsere Natur kommt zum Vorschein,
unsere ursprüngliche Originalität
zeigt sich,
und wir erblühen darin.
Im Alltag zeigt sich dieses Erblühen
durch mysteriöse Geschehnisse.
Alles harmonisiert sich,
im Innen wie im Außen.
Das Leben wird einfach
und unkompliziert.
Und schon einem Vogel zuzuschauen,
bringt uns in Glück und Wohlbefinden.
Das Mysterium von Meditation
wirkt unspektakulär.
Alles ist so wie es ist,
in seiner Schönheit
und Einfachheit.
Und es bringt
große Freude,
große Klarheit,
und große Stille,
Erfüllung.
Was immer wir sind,
unsere ursprüngliche Natur
kommt zum Vorschein
Und wir beginnen zu leben,
was wir sind.
Was es ist,
Saigyo
weiß ich nicht;
aber mit Dankbarkeit
fallen meine Tränen.


