Freude am Morgen
Schlaf am Abend
Was sonst?
Ekon
Ein Mysterium ist unergründlich.
Daher heißt es Mysterium.
Man kann es leben … nicht in Worte fassen.
Hier kommt ein gelebtes Mysterium …
das Mysterium Meditation.
Es ist unergründlich
und kann nicht gesagt werden.
Es wird gelebt,
gesungen, getanzt
und gelacht
Das Nichts drückt sich aus,
es spielt.
So spiele ich hier
mit den Beiträgen
und Bildern,
Haikus von Zen Meistern
und Inspirationen von Osho.
Das Mysterium wird gelebt!
Anand Pakhi
Das Leben ist kein Problem,
Osho
das gelöst werden muss.
Es ist ein Mysterium,
das gelebt werden will.
Mysterium Tod
Das Herz und das dritte Auge beim Sterben berühren
Liebe Pakhi,
gibt es noch Erfahrungen, die du bisher nicht geteilt hast? Ist dir etwas auf deinem Weg klar geworden, was du noch erzählen willst?
Liebe Freundin,
ja, da gibt es noch etwas. Ich habe es Osho sagen hören. Zwei Sachen will ich noch ergänzen:
Wenn ein Sterbender nahe des Todes ist, kann ihm helfen, wenn du deine Hand auf sein Herz legst und Liebe fließen lässt. So wird er ruhiger und friedlicher.
Wenn du einem Sterbenden Frieden bringen kannst, ist alles getan, was du tun kannst.
Beobachte auch mit ihm seinen Atem, atme mit ihm.
Und dann streiche ihm das dritte Auge – das ist die Stelle zwischen den Augenbrauen – nach oben aus. Das wird ihm helfen, bewusster zu sterben, bewusster seinen Körper zu verlassen. Seltener ist es auch besser, wenn das dritte Auge nach unten gestrichen wird. Das ist individuell verschieden bei den Menschen. Folge deiner Intuition.
Liebe
Pakhi
Tipps, wenn die Eltern im Pflegeheim sind
Liebe Pakhi, ich habe gelesen, dass du Altenpflegerin warst. Meine Mutter ist gerade in ein Pflegeheim gekommen, ich konnte sie nicht weiter zuhause versorgen. Sie ist nun bettlägerig. Was kann ich nun machen, um ihr zu helfen? Gibst du mir ein paar Tipps? Danke
Liebe Freundin,
hoffentlich machst du dir keine Probleme damit, dass du deine Mutter ins Pflegeheim gegeben hast. Denn das ist die erste Voraussetzung für einen guten Aufenthalt von ihr im Heim.
Wenn du gelöst und frei mit deiner Entscheidung bist, dann hilfst du ihr, auch damit entspannt zu sein.
Hier meine Tipps:
1. Unterhalte dich mit der Pflegedienstleistung, der Stationsleitung und der Bezugspflegekraft. Sprich an, dass du für deine Mutter da bist, wenn es Probleme geben sollte. Sag, dass du auf sie achtest und wenn du einen Verbesserungsvorschlag bezüglich der Versorgung und Pflege hast, dann wirst du ihn weitergeben.
Und du bist offen für Anregungen von ihrer Seite.
2. Besprich mit den Pflegekräften die Vorlieben und Abneigungen, die Gewohnheiten deiner Mutter. Bitte darum, dass auch darauf geachtet wird, dass hier Änderungen möglich sind. Du selbst wirst auch aufmerksam sein.
3. Besuche deine Mutter so oft im Pflegeheim wie du magst. Achte auf ihren Allgemeinzustand, wie sie versorgt worden ist … ob sie gepflegt wird in einer fürsorglichen Weise. Falls das nicht so ist, dann besprich dies mit den Pflegekräften, bleibe immer freundlich und verständnisvoll für ihre schwierige Situation.
Wenn du präsent bist und zugleich kooperativ mit den Pflegenden bekommst du die meiste Unterstützung für deine Mutter.
4. Schaffe einen Raum der Ästhetik für deine Mutter. In dem Zimmer, in dem sie liegt, auch wenn es ein Doppelzimmer ist, kannst du Verbesserungen einbringen. Hänge ein schönes Bild auf, vielleicht einen Sonnenuntergang, auf den sie schauen kann.
Stelle sanfte Musik ein, die deine Mutter entspannt und bitte die Pflegenden, sie auch dann einzustellen, wenn du nicht da bist. Stelle eine Duftlampe auf oder zünde feine Räucherstäbchen an … lass dir etwas einfallen, was das Zimmer zu einem Tempel macht. Aber stelle nicht so viel hinein, weniger ist besser.
5. Wie gesagt, komme so oft wie du magst. Setz dich zu ihr und horche auf die Musik. Entspanne dich in ihrer Gegenwart. Folge deinen Impulsen, die euch beide entspannen. Wenn es deiner Mutter gut geht, dann lache ein bisschen mit ihr, mach es ihr leicht.
Ist sie belastet mit körperlichen und geistigen Problemen, dann setze dich zu ihr, sei still, beobachte deinen Atem und, wenn sie dafür offen ist, sage ihr, dass sie auch ihrem Atmen zuschauen kann. Geh mit ihrem Atem, sag: ein – aus – ein – aus … immer in einem ruhigen Ton.
6. Gehe auf sie ein, sei ihr ein Wegbegleiter zu den Gipfeln der Innerlichkeit, die sie erwarten. Am besten ist es, wenn du andachtsvoll und gelassen sein kannst in ihrer Gegenwart. Vermeide jede Art von Hektik oder Unruhe.
7. Vielleicht ist es auch gut, den Pflegenden Bescheid zu geben, dass sie bitte diese Stunde, in der du da bist, nicht stören.
Sei aufmerksam und liebevoll – und du wirst alles richtig machen.
8. Ich weiß nicht, ob deine Mutter Vegetarierin ist, ich nehme mal an, dass sie es nicht ist. Ich würde trotzdem mit der Leitung sprechen und darum bitten, dass sie nur einmal in der Woche Geflügelfleisch bekommt, vielleicht sogar nicht einmal das, das hängt von der Vorliebe deiner Mutter ab. Vegetarische Ernährung hilft, leichter und wohler zu werden, gerade im Alter.
Ansonsten lieber Ei-Produkte, Milch-Produkte, viel gekochtes Gemüse und Brei aus verschiedenen Getreidesorten mit Mus.
9. Es kann sehr schön sein, deiner Mutter das Essen zu geben. Lass dir ganz viel Zeit dabei, sei präsent, du brauchst nicht viel dabei reden. Gib ihr ganz ruhig das Essen, vielleicht kannst du auch ein bisschen etwas mitbringen, was sie gerne mag.
Nur ein bisschen. Etwas, das ihre Energien erhebt, wie ein Obstmus, von dir gekochtes Gemüse oder ein Schälchen Brei.
10. Finde etwas, das du zusammen mit deiner Mutter genießen kannst. Was deinen Besuch bei ihr zu deiner Freude macht. Sobald du spürst, dass es dich belastet, bei ihr zu sein, musst du etwas ändern.
Entweder du gibst einen Teil der Verantwortung an die Pflegenden ab und besuchst sie seltener, oder du veränderst etwas, so dass du gerne hingehst.
Sei darin kreativ. Und das Wichtigste ist wie gesagt, dass du Freude empfindest, bei deiner Mutter zu sein.
Im Moment fallen mir keine weiteren Tipps mehr ein … falls doch, dann schreibe ich es dir noch, ja?
Jetzt hoffe ich, dir ein paar kleine Anregungen gegeben zu haben.
Einen lieben Gruß
von
Pakhi
Lebenslust statt Sterben?
Liebe Pakhi, wenn du sagst, dass ich mich dem Tod stellen soll – eigentlich will ich das gar nicht. Ich will lieber leben! Ich liebe das Leben. Ich will es nicht loslassen. Ich habe Lebenslust. Es gibt noch so viel zu entdecken, so viel zu erleben … Kannst du mir darauf was antworten? Einen Gruß an dich
Tut mir leid lieber Freund, aber ich muss dir ziemlich hart auf deine Frage antworten.
Was ist das für ein Leben, das du so liebst und verteidigst? Hast du irgendetwas Wesentliches bisher in diesem Leben von dir erfahren? Weißt du, wer du bist, was dich ausmacht? Woher kommen deine Impulse? Was ist deine Lebensenergie? Was ist deine Natur, deine Natürlichkeit, was ist dein Potenzial?
Was ist Göttlichkeit? Was ist die Existenz? Wie sieht dein wahres Gesicht aus, das du vor deiner Geburt hattest? Bist du schon von der Existenz gesegnet worden? Hast du die Sicherheit, dass du auf dem richtigen Weg bist, in Einklang mit den Wegen der Existenz? Bekommst du bewusst mit, was du so den Tag über machst?
Nun, ich denke, du hast den Punkt verstanden. In diesem Leben, das du so toll findest, gibt es Vermeidungen, Zerstreuungen und dein Denken, das du, wie fast jeder andere auch, rauf- und runternudelst.
Ok, es gibt noch einen positiveren anderen Aspekt bei dir, aber auf den gehe ich erst später ein.
Was du Leben nennst, ist ein Hin- und Herdriften, von einer Sensation zur nächsten, von einer Sehnsucht zur nächsten. Ohne Bewusstheit, ohne Tiefe, ohne Sensitivität, ohne Verstehen ist dieses Leben eine einzige Katastrophe.
Ohne das Wissen, dass der Tod etwas Freudiges, Schönes ist, wird dein Leben immer von Ängsten, Panik und Chaos erfüllt sein.
Da fällt mir eine Übung ein für dich, die dir vielleicht den Unterschied klarmacht: Stelle dich darauf ein, dass du nur noch sieben Tage leben wirst. Nach sieben Tagen um 12:00 mittags wirst du sterben.
Diese Übung ist sehr realistisch. Denn genauso kann es passieren, jeden Moment kann der Tod an deine Türe klopfen. Vielleicht wirst du überfahren, oder dein Flugzeug stürzt ab oder … was weiß ich, wie du sterben wirst …
Lass dich auf diese Vorgabe wirklich ein – und schau, was mit dir passiert. Ob du dann immer noch die gleichen Sachen machen würdest, die gleichen dummen Abenteuer suchen würdest, die gleichen Leute zum Quatschen treffen würdest, auf der Suche nach einer Freundin wärst … du hast nur noch sieben Tage Zeit, alles Wichtige zu begreifen!
Mal sehen, ob dir diese Übung Erkenntnisse bringen wird. Ob sie dir aufzeigt, was es bedeutet, in Einklang mit deinem wirklichen, tiefen Leben zu sein und damit auch in Einklang mit deinem Tod zu sein.
Ein bewusster Mensch lebt so, als würde er jede Zehntelsekunde sterben. Er hat eine tiefe Wahrnehmung und kann so überhaupt erst einmal all das schätzen, was das Leben ihm bietet.
Bei den Zenmeistern heißt es: Ein bewusster Mensch isst, wenn er isst, schläft, wenn er schläft und geht, wenn er geht. Das ist alles.
Und ich sage dir: Das ist das wahre und tolle Leben! Etwas mit äußerster Achtsamkeit, Ästhetik und Bewusstheit zu tun, das ist ein solcher Genuss! Das ist ein solches Glück! Das ist eine solche Erfüllung! Das ist das Leben, das jeden Moment vergehen kann und doch ist man erfüllt.
Osho spricht viel davon, dass ein bewusster Mensch wie „Zorba der Buddha“ lebt. Das ist ein ganz neuer Ansatz, gab es doch früher einerseits die Hedonisten und andererseits die Mönche, die auf der Suche waren. Und da war eine starke Trennung zwischen ihnen.
Osho hat diesen neuen, rebellischen Ansatz: Sei ein Mensch, der das Leben liebt und es genießt. Und zugleich sei auch bewusst und auf der Suche nach dem, was dich im Innersten ausmacht.
Lieber Freund, ich erzähle dir das, weil ich weiß, dass du den Zorba sehr gut lebst. Du bist in gewisser Weise der perfekte Zorba. Aber dir fehlt etwas Wesentliches, von dem ich dir hier erzähle: der Buddha.
Ohne Tiefe, ohne Bewusstheit, Achtsamkeit, Sensitivität, ohne Meditation wird dein Leben hohl sein. Wende dich dem Tod zu, heiße ihn von Herzen willkommen, und du wirst zum Zorba dem Buddha .
Eine liebe Umarmung
Pakhi
Still sitzen
nichts tun
der Frühling kommt
und das Gras wächst von alleine
Basho
Gesang aus dem No-Mind
In Ehrerbietung an das Mysteriöse
Was ist Meditation?
Meditation bedeutet:
- Sanftes Zuschauen des Körpers, der Gedanken und Gefühle
- Zeuge sein von ihnen
- ein Spiegel Sein von dem was ist
- nicht zu Bewerten
Und:
- Tiefe Entspannung im Inneren
- Leichtigkeit
- Nichts Tun
Das bedeutet Meditation.
Nach innen wenden
Meditation heißt, sich nach innen zu wenden. Tief nach innen zu gehen, in den Bauch, in das Zentrum. Dort findet sich eine wache Klarheit, awareness, die wir sich ausbreiten lassen, überall hin in unser Sein.
Diese Klarheit ist unser Leben. Sie ist unsere Schönheit, unsere Stille. Der Körper ist nur eine Hülle, die Gedanken sind nur Luftblasen und die Gefühle sind nur verklebte Anhänglichkeiten. Die wache Klarheit in unserem Zentrum dagegen ist das reine Leben. Unser Leben. Aus ihm entspringt alles.
Das Mysterium
von Meditation
Wenn wir nach innen gehen,
in Meditation,
tief in unseren Bauch,
in die Mitte unseres Bauchs,
kommen wir zu unserem Zentrum.
Wir begegnen unserem Mysterium.
Es ist ein Raum, ein Space,
der unbegrenzt ist.
Der weite Himmel,
so klar und weit
und innen.
Dieses Mysterium von Meditation
öffnet alle Wunder
unserer Existenz.
Unser Leben klärt sich,
unsere Natur kommt zum Vorschein,
unsere ursprüngliche Originalität
zeigt sich,
und wir erblühen darin.
Im Alltag zeigt sich dieses Erblühen
durch mysteriöse Geschehnisse.
Alles harmonisiert sich,
im Innen wie im Außen.
Das Leben wird einfach
und unkompliziert.
Und schon einem Vogel zuzuschauen,
bringt uns in Glück und Wohlbefinden.
Das Mysterium von Meditation
wirkt unspektakulär.
Alles ist so wie es ist,
in seiner Schönheit
und Einfachheit.
Und es bringt
große Freude,
große Klarheit,
und große Stille,
Erfüllung.
Was immer wir sind,
unsere ursprüngliche Natur
kommt zum Vorschein
Und wir beginnen zu leben,
was wir sind.
Was es ist,
Saigyo
weiß ich nicht;
aber mit Dankbarkeit
fallen meine Tränen.


