Freude am Morgen
Schlaf am Abend
Was sonst?

Ekon

Ein Mysterium ist unergründlich.
Daher heißt es Mysterium.
Man kann es leben … nicht in Worte fassen.

Hier kommt ein gelebtes Mysterium …
das Mysterium Meditation.

Es ist unergründlich
und kann nicht gesagt werden.

Es wird gelebt,
gesungen, getanzt
und gelacht

Das Nichts drückt sich aus,
es spielt.

So spiele ich hier
mit den Beiträgen
und Bildern,
Haikus von Zen Meistern
und Inspirationen von Osho.

Das Mysterium wird gelebt!

Anand Pakhi

Das Leben ist kein Problem,
das gelöst werden muss.
Es ist ein Mysterium,
das gelebt werden will.

Osho

Mysterium Tod

Erheiterung

Haste noch nen Witz, den du gerne magst?

Zwei Freunde sitzen in der Bar und betrinken sich. Es wird spät und der eine sagt: „Oh je, jetzt muss ich nach Hause. Es ist furchtbar, ich kann so leise sein wie ich will, immer wacht meine Frau auf und dann gibt es Zoff mit ihr. Wie ist das bei dir?“

„Ach, du machst das ganz falsch“ meint der andere daraufhin. „Wenn ich nach Hause komme, dann singe ich laut, knalle mit der Haustür, trample die Treppe hoch, stoße die Schlafzimmertüre auf, gebe meiner Frau einen Klaps auf den Hintern und sage zu ihr: „Na, Baby, wie wär´s mit uns beiden?“ – „Und stell dir vor, sie schläft immer tief und fest!“

Der Sterbebegleiter als Freund?

Liebe Pakhi, da ist eine Frage aufgetaucht: Du sagst, dass man bei einem Sterbenden besser ein Freund als ein Verwandter sein soll. Ich verstehe diesen Ausspruch von dir nicht.

Was meinst du damit? Was ist so schlimm daran, dass ich das Kind meiner Mutter bin und als ihre Tochter sie auch im Sterben begleiten will? Einen Gruß

Liebe Freundin,

das stimmt. Ich sage, dass es besser ist, wie ein Freund zu sein, an Stelle einer Familienangehörigen.

Das hat folgenden Grund: Wenn du von der Sterbenden als deiner Mutter sprichst, und dich auch so auf sie einstellst, dann bringst du sie in Probleme.

Denn im Sterben verlieren wir alle Bindungen. Unsere Energien ziehen sich aus der bisher gewohnten Welt nach Innen. Und wir sind nur noch auf diesen kommenden, mysteriösen Moment ausgerichtet, bei dem wir unseren Körper verlassen.

Deine Mutter ist dann nicht mehr deine Mutter, sie ist das Wesen, das sie immer war und immer sein wird. Sie ist im Sterben nicht geformt in einer Weise, wie du sie kanntest, wenn du dich auf sie als Mutter beziehst. Sie verlässt dieses Leben, in dem sie deine Mutter war. Sie wird davon befreit.

Wenn du dich auf sie beziehst als Mutter, sie in alter Gewohnheit als Kind zu ihr sprichst, wie du das eben immer getan hast, dann förderst du ihre Identifikation mit dieser Rolle. Und die Bindung zu diesem Leben wird gestärkt.

Doch wenn du ihr in diesem Ablösungsprozess helfen wolltest, solltest du sie darin unterstützen, sich auf den Flug ins Unbekannte einzulassen.

Ziehe dein liebes Familienmitglied nicht hinunter in das Leben, das nun zu Ende geht. Sondern hilf ihr, alles loszulassen. Auch die Kinder, die sie so sehr liebte. Hilf ihr, voranzugehen, weiterzugehen, was auch kommen mag, wohin der Weg sie auch führt.

Versuche als Sterbebegleiter selbst frei zu werden von der Bindung an deine Mutter, lass sie los und siehe sie als jemanden, der nichts mehr mit dir zu tun hat. Nur die Liebe zwischen euch bleibt bestehen, sonst nichts.

Keine Erinnerungen, keine Anhänglichkeit, keine Erlebnisse binden euch mehr aneinander.

Ihr seid dann wie Freunde. Jeder geht seinen Weg. Eine gewisse Distanz liegt zwischen euch, doch auch eine freundliche Empathie und Liebe mit dem anderen.

Wenn du dich deiner Mutter gegenüber als Sterbebegleiter wie ein Freund verhältst, dann begleitest du sie auf ihrem Weg. Du vermittelst ihr nicht, dass du traurig bist, dass du sie als Mutter verlierst. Sondern du hilfst ihr, ihre Innerlichkeit zu leben.

Wenn ich sage, dass es besser ist ein Freund für einen Sterbenden zu sein, dann meine ich, dass Liebe, Freundlichkeit und Fürsorge im Raum sind. Der sterbende Freund wird von dir nicht alleine gelassen, sondern in seiner kommenden Ergebung in die Existenz gefördert.

Schaffe für deine Mutter einen Tempel, ein ästhetisches Ambiente. Setz dich zu ihr, sei still mit ihr – begleite sie. Genieße die Intensität des Moments.

Aber sprich nicht von vergangenen Erlebnissen. Sie sind vorbei und haben keine Relevanz mehr für sie.

Verstehst du, was ich meine?
Ich hoffe, ich konnte dir diesen Unterschied ein wenig vermitteln, was es bedeutet, sich wie ein freundlicher Sterbebegleiter zu verhalten und warum es besser ist, die alten Beziehungsmuster aufzugeben.

Ich schicke dir einen lieben Gruß

Pakhi

Ausströmende Negativität des Sterbenden im Tod?

Liebe Pakhi, du sagst, dass du die ausströmende Negativität einiger Sterbender fürchtest – das hat mich ein wenig ängstlich gemacht. Es ist sehr ehrlich von dir. Und da ist vielleicht auch was dran. Ich wünsche dir viel Erfolg, alles Liebe 

Liebe Freundin,

das ist ein Missverständnis. Ich fürchte die Negativität nicht, denn ich kann damit umgehen. Sie ist da und daher rate ich dir, aufmerksam auf sie zu sein.

Wenn ein geliebter Freund stirbt, ist es sicherlich angemessen, wenn du dich zu dem Sterbenden setzt. Was immer geschieht, das Wichtigste ist, dass du dein Herz nicht verschließt.

Doch sei dir bewusst darüber, dass die negativen Denkmuster des sterbenden Freundes, und auch wenn er schon verstorben ist, sich verströmen und einen Wirt suchen. Das hat nichts speziell mit dem sterbenden Freund zu tun, das ist immer so.

Diejenigen, die schon im Leben gelernt haben, ihre Negativität durch Zuschauen und Bewusstheit aufzulösen, die verströmen im Tod Frieden und Glückseligkeit. Da ist keine Gefahr gegeben. Doch diejenigen, die unbewusst über ihr Denken und Gefühle waren, entlassen ihre angesammelten Gefühle und Denkmuster.

Und die wirken sich negativ auf dich aus – und zwar gerade, wenn es sich um ein Familienmitglied handelt, denn du bist dann schon sehr eingestimmt auf diesen Menschen.

Wenn du nun in so eine Situation kommst, dass ein geliebter, unbewusster Freund stirbt, dann folge deinem Herzen. Sei dir der Gefahr bewusst und folge deinem Herzen.

Das ist alles, liebe Freundin. Wenn du es nicht vermeiden kannst oder willst, aus welchen Gründen auch immer, bei einem sterbenden und verstorbenen Freund zu sein, dann vertraue dir selbst.

Du weißt jetzt um die Gefahr dabei. Sei einfach achtsam auf dich, wie du dich fühlst. Wenn irgendwas nicht stimmt, dann verlasse den Raum … und komm wieder, wenn du den Impuls dazu hast.

Und falls du später bemerkst, dass du wie der verstorbene Freund denkst oder handelst, dann erinnere dich daran, dass du nur seine Denkmuster übernommen hast.

Und schon ist es vorbei.

Liebe Freundin, ich danke dir, dass ich das klären durfte. Denn es geht nicht darum, sterbende Freunde zu meiden. Es geht darum, sich der Gefahr bewusst zu sein, das ist alles.

Und dann mit einem liebenden Herzen sich so zu verhalten, wie es am besten ist. In Liebe für deinen Freund und in Liebe für dich selbst.

Nun umarme ich dich herzlich

Pakhi

Still sitzen
nichts tun
der Frühling kommt
und das Gras wächst von alleine

Basho

Gesang aus dem No-Mind
In Ehrerbietung an das Mysteriöse

Was ist Meditation?

Meditation bedeutet:

  • Sanftes Zuschauen des Körpers, der Gedanken und Gefühle
  • Zeuge sein von ihnen
  • ein Spiegel Sein von dem was ist
  • nicht zu Bewerten

Und:

  • Tiefe Entspannung im Inneren
  • Leichtigkeit
  • Nichts Tun


Das bedeutet Meditation.

» mehr darüber lesen, was Meditation ist

Nach innen wenden

Meditation heißt, sich nach innen zu wenden. Tief nach innen zu gehen, in den Bauch, in das Zentrum. Dort findet sich eine wache Klarheit, awareness, die wir sich ausbreiten lassen, überall hin in unser Sein.

Diese Klarheit ist unser Leben. Sie ist unsere Schönheit, unsere Stille. Der Körper ist nur eine Hülle, die Gedanken sind nur Luftblasen und die Gefühle sind nur verklebte Anhänglichkeiten. Die wache Klarheit in unserem Zentrum dagegen ist das reine Leben. Unser Leben. Aus ihm entspringt alles.

Das Mysterium
von Meditation

Wenn wir nach innen gehen,  
in Meditation,  
tief in unseren Bauch,  
in die Mitte unseres Bauchs,  
kommen wir zu unserem Zentrum. 

Wir begegnen unserem Mysterium. 

Es ist ein Raum, ein Space, 
der unbegrenzt ist.
Der weite Himmel,
so klar und weit
und innen.

Dieses Mysterium von Meditation
öffnet alle Wunder
unserer Existenz.

Unser Leben klärt sich,
unsere Natur kommt zum Vorschein,
unsere ursprüngliche Originalität
zeigt sich,
und wir erblühen darin.

Im Alltag zeigt sich dieses Erblühen
durch mysteriöse Geschehnisse.
Alles harmonisiert sich,
im Innen wie im Außen.

Das Leben wird einfach
und unkompliziert.
Und schon einem Vogel zuzuschauen,
bringt uns in Glück und Wohlbefinden.

Das Mysterium von Meditation
wirkt unspektakulär.
Alles ist so wie es ist,
in seiner Schönheit
und Einfachheit.

Und es bringt
große Freude,
große Klarheit,
und große Stille,
Erfüllung.

Was immer wir sind,
unsere ursprüngliche Natur
kommt zum Vorschein

Und wir beginnen zu leben,
was wir sind.

Was es ist, 
weiß ich nicht;
aber mit Dankbarkeit
fallen meine Tränen.

Saigyo