Freude am Morgen
Schlaf am Abend
Was sonst?
Ekon
Ein Mysterium ist unergründlich.
Daher heißt es Mysterium.
Man kann es leben … nicht in Worte fassen.
Hier kommt ein gelebtes Mysterium …
das Mysterium Meditation.
Es ist unergründlich
und kann nicht gesagt werden.
Es wird gelebt,
gesungen, getanzt
und gelacht
Das Nichts drückt sich aus,
es spielt.
So spiele ich hier
mit den Beiträgen
und Bildern,
Haikus von Zen Meistern
und Inspirationen von Osho.
Das Mysterium wird gelebt!
Anand Pakhi
Das Leben ist kein Problem,
Osho
das gelöst werden muss.
Es ist ein Mysterium,
das gelebt werden will.
Mysterium Tod
Lachen im Tod?
Liebe Pakhi, wie soll das gehen, dass man im Tod lacht? Das ist doch Quatsch, der Körper kann doch gar nicht mehr lachen … und ich habe auch noch nie gehört oder gesehen, dass ein Sterbender gelacht hat. Wie meinst du das? Love
Liebe Freundin,
du hast recht – und so ist das auch nicht gemeint von mir, wenn ich sage, dass vor dem Verlassen des Körpers Lachen und Feiern geschieht. Auch ich habe noch keinen Sterbenden in dieser Phase lachen gesehen.
Ich meine auch nicht, dass der sterbende Freund lauthals loslacht in dieser Phase. Sondern es ist ein inneres Phänomen. Kurz bevor man aus dem Körper gezogen wird, kann man zutiefst glücklich sein.
Im besten Falle feiert man sozusagen sein Leben, das nun zum Höhepunkt kommt – der Flug ins Mysterium – so nenne ich es.
Richtiges Lachen kommt vorher als Sterbevorbereitung vor. Es ist sehr wichtig, dass der sterbende Freund sich dem Tod positiv stellt.
Das macht er, wenn er noch nicht so weit nach Innen gegangen ist, wenn er noch Kontakt mit seiner Umgebung hat. Dann ist das Lachen sehr hilfreich.
Und das auf vielen Ebenen:
Es löst die Ängste, lockert sowohl die Psyche als auch die körperlichen Blockaden auf. Es aktiviert den ganzen Menschen, lässt ihn seine Energie sammeln auf dem Weg zum Gipfel des Todes.
Wenn der Sterbende nicht zu sehr dagegen ist, helfen Witze und Lachen, mit der Herausforderung, die der Tod für jeden ist, gut umzugehen.
Doch das innere Lachen, stimmt schon liebe Freundin, vielleicht hätte ich es besser „Glückseligkeit“ nennen sollen …
Diese innere Freude und Glückseligkeit kann man bei meditierenden Freunden leicht wahrnehmen.
Jetzt schicke ich dir einen lieben Gruß
Pakhi
Die Vorbereitung auf den Tod einer geliebten Person
Liebe Pakhi, Wie kann ich mich am besten auf den Tod meines Vaters einstellen? Welche Vorbereitung bedarf es?
Mein Vater ist schon ziemlich alt und spricht immer ganz gelassen davon, dass er bald sterben wird. Ich komme damit nicht so leicht zurecht. Wie kann ich mich am besten damit abfinden / darauf einstellen?
Lieber Freund,
1. Sei glücklich darüber, dass dein Vater so leicht und gelöst mit dem Tod umgeht. Freue dich mit ihm.
2. Meines Erachtens ist es nicht so, dass du Probleme hast, dass dein Vater geht. Sondern du hast dich selbst wahrscheinlich noch nicht mit dem Tod beschäftigt, du stehst im Kampf mit dem Tod, du vermeidest ihn, hast vielleicht auch Angst vor ihm.
Du weißt nicht, dass auf deinen Vater etwas Schönes zukommt, sonst würdest du dich mit ihm freuen.
Es ist gut, das zu sehen. Sei dir einfach nur bewusst, dass du den Tod vermeidest … und es wird sich etwas ändern.
Vielleicht beginnst du plötzlich damit, dich selbst auf deinen Tod einzustellen. Es gibt viele Meditationen, wie man dem Tod begegnet … keine Angst, nichts Kompliziertes. Es ist ganz einfach … und zutiefst beruhigend, das versichere ich dir. Bei der Frage: „Wie fühlt sich Sterben an – Meditationen dazu“, findest du bestimmt eine Meditation, die dir liegt.
3. Stell dir vor, dein Vater geht auf eine Urlaubsreise nach Teneriffa. Hättest du da auch Schwierigkeiten, ihn loszulassen? Nein, du würdest dich mit ihm freuen, dass er so etwas Schönes vor sich hat. Dafür würdest du die Trennung zu ihm gerne in Kauf nehmen, wenn du dir sicher bist, dass er einen super Urlaub verbringen wird.
Es ist deine Unbewusstheit über den Tod, die dir solche Schwierigkeiten macht.
4. Ein weiterer Punkt ist, dass wenn du deinen Vater nicht loslassen kannst, das Folgendes bedeutet: Du warst zu wenig total in seiner Gegenwart. Du hast sein Dasein für selbstverständlich genommen in der Zeit, in der ihr zusammen sein konntet.
Und nun, da er geht, siehst du plötzlich, was du alles versäumt hast mit ihm; du siehst, dass vieles vorbei ist und nicht wiederkommt.
Daher empfehle ich dir, die letzten Tage so intensiv wie nur möglich mit deinem Vater zu verbringen. Erfülle deine Sehnsucht nach Nähe mit ihm – und du wirst ihn viel besser gehen lassen können.
Allerdings achte auch auf ihn und seine Bedürfnisse. Nerve ihn nicht. Denn im Sterbeprozess braucht dein Vater viel alleine Sein, viel Unbeschäftigtheit, um sich mit den existenziellen Prozessen, die geschehen, auseinander setzen zu können.
Ich hoffe, ich konnte dir ein paar Hinweise für die Vorbereitung auf den Tod deines Vaters geben.
Einen Gruß an dich
Pakhi
Aggression der Mutter im Sterbeprozess
Liebe Pakhi, meine 95-jährige Mutter hat Krebs und nicht mehr lange zu leben. Sie ist aggressiv, despotisch, destruktiv, negativ und beherrscht ihre Umgebung und macht alle unglücklich.
Die Ausstrahlung von Negativität und das Abziehen von Energie von den Menschen ihrer Umgebung durch meine Mutter ist dermaßen schlimm und unbeschreiblich, dass ich, die ich sie pflege, seit einiger Zeit zur Therapie gehe. Alle, die mir helfen, sind fix und fertig, weil sie meine Mutter nicht mehr ertragen können.
Was würdest Du tun? Mit schönem Gruß
Liebe Freundin,
deine Mutter ist in einer Phase im Sterbeprozess, die ich das Hochkommen von Unterdrücktem und Unterbewussten nenne. Es ist eine Phase, in der der Sterbende zornig, wütend, verwirrt ist, weil so viel Unterdrücktes in ihm hochkommt.
Als Pflegender ist es schwer, mit dieser Wut und der Verwirrung umzugehen. Am besten verlässt man das Zimmer, wenn die Aggression kommt. Kann man das nicht, dann muss es klar sein, dass man sich nicht durch Aggressionen von dem Sterbenden verletzen lässt.
Du müsstest so handeln, wie du vielleicht auch mit einem Kind sein würdest. Du hast als Pflegender die Verantwortung über die Sachlage und daher ist es an dir, die Situation zum Besten zu bringen. Aber lass dich nicht tyrannisieren.
Nicht Beachten ist ein guter Trick, um mit Aggressionen umzugehen. Ignoriere deine Mutter. Achte darauf, dass du dich dabei nicht verletzt. Wenn deine Mutter einen aggressiven Schub hat, dann gehe einfach weg. Lass sie sein, wie sie will.
Wenn sie sich wieder beruhigt hat, dann bist du einfach normal mit ihr. Gib der Aggression keine Aufmerksamkeit. Sie wird sich sicherlich bald beruhigen.
Einen lieben Gruß
von
Pakhi
Still sitzen
nichts tun
der Frühling kommt
und das Gras wächst von alleine
Basho
Gesang aus dem No-Mind
In Ehrerbietung an das Mysteriöse
Was ist Meditation?
Meditation bedeutet:
- Sanftes Zuschauen des Körpers, der Gedanken und Gefühle
- Zeuge sein von ihnen
- ein Spiegel Sein von dem was ist
- nicht zu Bewerten
Und:
- Tiefe Entspannung im Inneren
- Leichtigkeit
- Nichts Tun
Das bedeutet Meditation.
Nach innen wenden
Meditation heißt, sich nach innen zu wenden. Tief nach innen zu gehen, in den Bauch, in das Zentrum. Dort findet sich eine wache Klarheit, awareness, die wir sich ausbreiten lassen, überall hin in unser Sein.
Diese Klarheit ist unser Leben. Sie ist unsere Schönheit, unsere Stille. Der Körper ist nur eine Hülle, die Gedanken sind nur Luftblasen und die Gefühle sind nur verklebte Anhänglichkeiten. Die wache Klarheit in unserem Zentrum dagegen ist das reine Leben. Unser Leben. Aus ihm entspringt alles.
Das Mysterium
von Meditation
Wenn wir nach innen gehen,
in Meditation,
tief in unseren Bauch,
in die Mitte unseres Bauchs,
kommen wir zu unserem Zentrum.
Wir begegnen unserem Mysterium.
Es ist ein Raum, ein Space,
der unbegrenzt ist.
Der weite Himmel,
so klar und weit
und innen.
Dieses Mysterium von Meditation
öffnet alle Wunder
unserer Existenz.
Unser Leben klärt sich,
unsere Natur kommt zum Vorschein,
unsere ursprüngliche Originalität
zeigt sich,
und wir erblühen darin.
Im Alltag zeigt sich dieses Erblühen
durch mysteriöse Geschehnisse.
Alles harmonisiert sich,
im Innen wie im Außen.
Das Leben wird einfach
und unkompliziert.
Und schon einem Vogel zuzuschauen,
bringt uns in Glück und Wohlbefinden.
Das Mysterium von Meditation
wirkt unspektakulär.
Alles ist so wie es ist,
in seiner Schönheit
und Einfachheit.
Und es bringt
große Freude,
große Klarheit,
und große Stille,
Erfüllung.
Was immer wir sind,
unsere ursprüngliche Natur
kommt zum Vorschein
Und wir beginnen zu leben,
was wir sind.
Was es ist,
Saigyo
weiß ich nicht;
aber mit Dankbarkeit
fallen meine Tränen.


