Freude am Morgen
Schlaf am Abend
Was sonst?
Ekon
Ein Mysterium ist unergründlich.
Daher heißt es Mysterium.
Man kann es leben … nicht in Worte fassen.
Hier kommt ein gelebtes Mysterium …
das Mysterium Meditation.
Es ist unergründlich
und kann nicht gesagt werden.
Es wird gelebt,
gesungen, getanzt
und gelacht
Das Nichts drückt sich aus,
es spielt.
So spiele ich hier
mit den Beiträgen
und Bildern,
Haikus von Zen Meistern
und Inspirationen von Osho.
Das Mysterium wird gelebt!
Anand Pakhi
Das Leben ist kein Problem,
Osho
das gelöst werden muss.
Es ist ein Mysterium,
das gelebt werden will.
Mysterium Tod
Was ist das Mysterium beim Sterben?
Liebe Pakhi, könntest du mir bitte erklären, was für dich Mysterium Sterben bedeutet? Danke
Liebe Freundin,
Mysterium Sterben bedeutet in einem erhobenen, ganzheitlichen Zustand zu sterben. Der Sterbende wird zum Höhepunkt des Lebens geführt: Seinen Tod. Er kann in Leichtigkeit den Tod annehmen und mit ihm gehen. Er wehrt sich nicht, kämpft nicht dagegen an.
Ein mysteriöser Tod entsteht durch Bewusstsein. Der sterbende Freund ist der Zuschauer des Geschehens. Er ist in Meditation.
Und er hat eine positive Grundhaltung gegenüber dem Geschehen. Das zeigt sich in einer freundlichen Haltung zum Tod, gerade weil er seinen Körper verlässt und auf eine Reise geht.
Der Sterbende ergibt sich völlig in das Mysterium des Todes.
Eine Welle der Liebe und Andacht entsteht.
Was ich sage, klingt hochtrabend, dabei ist es ein ganz einfacher Prozess. Eine positive Grundhaltung ist die Basis dafür. So kann sich der Sterbende für den Moment, und die Liebe öffnen, die da ist.
Liebe
Pakhi
Trauer um einen verstorbenen Freund
Liebe Pakhi, über das, was du sagst, musste ich erst nachdenken .. finde ich das Sterben lustig? Nicht wirklich :-). Gerade letzte Woche ist meine Lieblings-Bedienung im Copy-shop, ein junger, 33jähriger Student mit kleinem Kind aus Kamerun, bei einem Basket-Ball-Spiel einfach gestorben ..
whowww .. das ist ja schon etwas Verrücktes .. an seinem Todestag hat er mich noch bedient .. und er war sehr sympathisch .. ja, dieses Leben und dieser Tod .. ja, die Trauer ist da … alles Gute, viel Glück und Zuwendung .. und bis dahin,
Leider weiß ich nicht mehr, liebe Freundin, in welchem Zusammenhang ich „lustig“ gesagt habe. So kann ich dir auch nicht speziell darauf antworten.
Aber was du über diesen jungen Mann schreibst … darum genau geht es, liebe Freundin. Das sind alte christliche Wege, zu trauern, wenn jemand seinen Körper verlässt. In meiner Weltsicht ist das alles ganz anders.
Die Welt ist ein Mysterium – warum jemand zu einem bestimmten Zeitpunkt seinen Körper verlässt, weiß man als Außenstehender nicht.
Aber es ist keine Katastrophe!
Liebe Freundin. Eine völlige Neuorientierung in Bezug auf Tod und Trauer wäre hilfreich, für uns alle.
Dein Freund könnte wahrscheinlich auch entspannter seinen Weg in die Mysterien fortsetzen, wenn ihn nicht Leute wie du daran hindern würden, weil sie ihm nachweinen (tust du das?), statt ihm ein gutes Farewell von Herzen zu wünschen.
Lustig mit dem Tod umzugehen – warum nicht? Warum ihn schwer und ernst und bedrückend ansehen? Zu dem Schmerz und der Trauer aller Beteiligten beitragen? Was sich in dir daran sträubt ist deine christliches Konditionierung.
Nun, aber das ist verständlich – auch ich habe diese Prägungen noch ein wenig in mir und es bedarf der konstanten Aufmerksamkeit, sie zu überwinden, so tief geht sie.
Das ist der rebellische Ansatz von Osho: Alles zu feiern. Alles. Auch den Tod deines jungen Freundes. Give him a beautiful send-off.
Einen lieben Gruß an dich
Pakhi
Antwort von der Freundin:
Liebe Pakhi, jetzt muss ich richtig lachen! Du bist wirklich klasse!
Alles Liebe dir
Legale Sterbehilfe?
Hi Pakhi, Sollte die aktive Sterbehilfe legalisiert werden? Viele Menschen in Deutschland leiden an unheilbaren Krankheiten und „müssen Leben“, weil eine aktive Sterbehilfe in Deutschland nicht erlaubt ist. Es geht dabei um eine Art ärztliche legale aktive Sterbehilfe. Nicht darum, dass Familienangehörige diese Hilfe leisten.
Auch ist mir klar, dass vielen Ärtzen eine solche Entscheidung mehr als schwer fallen wird und dass nicht nur auf das Bitten eines Patienten gleich die „Todesspritze“ ausgepackt wird. Es gibt viele Patienten, die auf Grund einer nicht mehr therapierbaren Krankheit (Beispiel Krebs) nur mit sehr starken Medikamenten, wie z.b. Opium, Morphium am „Leben bleiben“, am Leben nicht mehr teilnehmen können und vor sich „hinsiechen“.
Sollte man diesen Patienten nicht ein „menschenwürdiges“ Ableben ermöglichen, wenn ein solcher Wunsch des Patienten besteht? „Vorbilder“ dazu bestehen, z.B. in der Schweiz, obwohl gesagt werden muss, das die Vorgehensweise bei „dignitas“ sehr umstritten ist. Mit lieben Grüßen
Geliebter Freund,
für mich ist es ganz klar: Eine aktive Sterbehilfe ist absolut notwendig. Und sie sollte daher legalisiert werden.
Wenn sich jemand dazu entschließt, seinem Leben ein Ende setzen zu wollen … warum auch immer … dann entspricht das seinem Grundrecht. Er hat die Freiheit und das gute Recht, über sich entscheiden zu können.
Allerdings würde ich eine Vorbedingung machen: Jeder, der sterben will, ob er unheilbar krank ist, ob er alt ist, ob er verzweifet ist … jeder sollte vorher für etwa drei Monate, mindestens, das Sterben lernen.
So dass er friedlich, entspannt und gelöst gehen kann. So dass sein Tod ein schönes Phänomen wird. So dass sein Tod der Höhepunkt seines Lebens wird.
Er muss gelernt haben, zu sterben. Er muss gelernt haben, zuschauend zu bleiben im Tod, sich nicht mehr mit seinem Körper, seinem Denken und seinen Gefühlen zu identifizieren.
Und er muss gelernt haben, sich dem Mysteriösen vertrauensvoll zu ergeben.
Das wäre meine Voraussetzung, damit jemand die Todesspritze auf seinen Wunsch hin bekommt.
Einen lieben Gruß
von
Pakhi
Still sitzen
nichts tun
der Frühling kommt
und das Gras wächst von alleine
Basho
Gesang aus dem No-Mind
In Ehrerbietung an das Mysteriöse
Was ist Meditation?
Meditation bedeutet:
- Sanftes Zuschauen des Körpers, der Gedanken und Gefühle
- Zeuge sein von ihnen
- ein Spiegel Sein von dem was ist
- nicht zu Bewerten
Und:
- Tiefe Entspannung im Inneren
- Leichtigkeit
- Nichts Tun
Das bedeutet Meditation.
Nach innen wenden
Meditation heißt, sich nach innen zu wenden. Tief nach innen zu gehen, in den Bauch, in das Zentrum. Dort findet sich eine wache Klarheit, awareness, die wir sich ausbreiten lassen, überall hin in unser Sein.
Diese Klarheit ist unser Leben. Sie ist unsere Schönheit, unsere Stille. Der Körper ist nur eine Hülle, die Gedanken sind nur Luftblasen und die Gefühle sind nur verklebte Anhänglichkeiten. Die wache Klarheit in unserem Zentrum dagegen ist das reine Leben. Unser Leben. Aus ihm entspringt alles.
Das Mysterium
von Meditation
Wenn wir nach innen gehen,
in Meditation,
tief in unseren Bauch,
in die Mitte unseres Bauchs,
kommen wir zu unserem Zentrum.
Wir begegnen unserem Mysterium.
Es ist ein Raum, ein Space,
der unbegrenzt ist.
Der weite Himmel,
so klar und weit
und innen.
Dieses Mysterium von Meditation
öffnet alle Wunder
unserer Existenz.
Unser Leben klärt sich,
unsere Natur kommt zum Vorschein,
unsere ursprüngliche Originalität
zeigt sich,
und wir erblühen darin.
Im Alltag zeigt sich dieses Erblühen
durch mysteriöse Geschehnisse.
Alles harmonisiert sich,
im Innen wie im Außen.
Das Leben wird einfach
und unkompliziert.
Und schon einem Vogel zuzuschauen,
bringt uns in Glück und Wohlbefinden.
Das Mysterium von Meditation
wirkt unspektakulär.
Alles ist so wie es ist,
in seiner Schönheit
und Einfachheit.
Und es bringt
große Freude,
große Klarheit,
und große Stille,
Erfüllung.
Was immer wir sind,
unsere ursprüngliche Natur
kommt zum Vorschein
Und wir beginnen zu leben,
was wir sind.
Was es ist,
Saigyo
weiß ich nicht;
aber mit Dankbarkeit
fallen meine Tränen.


