Freude am Morgen
Schlaf am Abend
Was sonst?
Ekon
Ein Mysterium ist unergründlich.
Daher heißt es Mysterium.
Man kann es leben … nicht in Worte fassen.
Hier kommt ein gelebtes Mysterium …
das Mysterium Meditation.
Es ist unergründlich
und kann nicht gesagt werden.
Es wird gelebt,
gesungen, getanzt
und gelacht
Das Nichts drückt sich aus,
es spielt.
So spiele ich hier
mit den Beiträgen
und Bildern,
Haikus von Zen Meistern
und Inspirationen von Osho.
Das Mysterium wird gelebt!
Anand Pakhi
Das Leben ist kein Problem,
Osho
das gelöst werden muss.
Es ist ein Mysterium,
das gelebt werden will.
Mysterium Tod
Schwierigkeiten beim Abschied von geliebten Menschen
Hallo Pakhi, ich habe mehr Angst vor dem Abschied von geliebten Menschen als vor meinem eigenen Tod. Wie kann ich lernen, mich zu verabschieden?
Liebe Freundin,
du verstrahlst deine Energie zu sehr an deine geliebten Menschen. Vermutlich leidest du an etwas, das ich “ nicht die notwendige Vollständigkeit lassen“ nenne.
Ich erkläre es dir: Wenn ein geliebter Mensch stirbt, dann ist er auf seinem Weg in die Mysterien. Er geht diesen Weg alleine und völlig selbstverantwortlich. Niemand kann und – sollte auch nicht – ihm dabei helfen.
Er muss diesen Weg alleine gehen – und das ist seine ganze Würde des Lebens. Wir haben das Recht, unseren Weg so zu gehen, wie wir es wollen.
Nun kommst du und willst ihn vor dem Sterben retten. Das bedeutet, du versuchst, ihn in seiner Vollständigkeit nicht anzunehmen. Für ihn ist es richtig, was passiert, er hat es sich selbstverantwortlich herausgesucht – auch wenn dies sich dein Freund vielleicht nicht bewusst ist.
Lerne den anderen mit anderen Augen zu sehen. Als ganzes Wesen, das alles, was ihm passiert, initiiert hat.
Und es hat seinen Sinn, zu sterben.
Frage dich einmal, was der Sinn ist – und du wirst verstehen, dass Sterben nichts Schlimmes ist.
Du kannst dich leichter von jemanden verabschieden, wenn du seine Verantwortlichkeit für sich selbst siehst. Dann liebst du ihn nur noch, und freust dich mit ihm, wenn er sich auf den Weg macht, wohin auch immer.
Dann lässt du ihn sein, wie er ist und tanzt mit ihm seinen Tanz des Lebens und des Todes. Aber du wirst nicht an ihm anhaften.
Einen anderen Aspekt möchte ich dir auch noch sagen: Wenn du dich zu sehr um andere kümmerst, dann fehlt dir dein Gefühl für dich selbst. Meditiere regelmäßig und du wirst langsam, langsam der Zuschauer von Allem.
Das wird dir auch helfen, entspannter mit deinen geliebten Menschen um dich herum zu sein.
Du kannst auf dem deutschen Magazin FindYourNose.com alles über Meditation finden. Stöbere dort ein wenig und der Einstieg in die Meditation wird dir leicht fallen.
Jetzt umarme ich dich
Pakhi
Das Herz und das dritte Auge beim Sterben berühren
Liebe Pakhi,
gibt es noch Erfahrungen, die du bisher nicht geteilt hast? Ist dir etwas auf deinem Weg klar geworden, was du noch erzählen willst?
Liebe Freundin,
ja, da gibt es noch etwas. Ich habe es Osho sagen hören. Zwei Sachen will ich noch ergänzen:
Wenn ein Sterbender nahe des Todes ist, kann ihm helfen, wenn du deine Hand auf sein Herz legst und Liebe fließen lässt. So wird er ruhiger und friedlicher.
Wenn du einem Sterbenden Frieden bringen kannst, ist alles getan, was du tun kannst.
Beobachte auch mit ihm seinen Atem, atme mit ihm.
Und dann streiche ihm das dritte Auge – das ist die Stelle zwischen den Augenbrauen – nach oben aus. Das wird ihm helfen, bewusster zu sterben, bewusster seinen Körper zu verlassen. Seltener ist es auch besser, wenn das dritte Auge nach unten gestrichen wird. Das ist individuell verschieden bei den Menschen. Folge deiner Intuition.
Liebe
Pakhi
Wie fühlt sich Sterben an – Meditationen dazu
Wie fühlt sich Sterben an?
Liebe Freundin,
du fragst mich: Wie fühlt sich Sterben an?
Das musst du selbst herausfinden – es nutzt dir gar nichts, wenn ich dir sagen würde: so und so. Du musst selbst Erfahrungen machen.
Diese Meditationen hier beziehen sich darauf, dem Tod zu begegnen. Wenn dir eine zusagt, dann mache sie für mindestens 21 Tage, dann wirkt sie am besten:
Ausatmen: Das Leben entspricht dem Einatmen, der Tod dem Ausatmen. Setze dich für eine viertel Stunde hin und atme nur aus. Der Körper wird von selbst wieder einatmen, du hast dein Augenmerk auf dem Ausatmen. Atme lange und ruhig aus und schließe die Augen dabei. Gehe nach Innen beim Ausatmen.
Und wenn dein Körper wieder einatmet, öffne die Augen und gehe nach Außen mit deinem Bewusstsein. Ausatmen entspricht dem Tod und nur dann kann man nach Innen gehen. Wenn man einatmet, geht das nicht.
Kreiere einen Rhythmus zwischen dem Aus- und Einatmen und du wirst sehr entspannt dabei werden.
Lass dich verbrennen, einäschern: Lege dich hin und sei wie eine Leiche. Sei entspannt und fürchte dich nicht vor dem Tod, sondern heiße ihn willkommen. Habe deine Aufmerksamkeit auf den Zehen und beginne dort, dich von dem Feuer verbrennen zu lassen.
Gehe langsam nach oben weiter, dein Körper verschwindet mehr und mehr, da wo er zur Asche verbrannt wird. Du schaust nur zu, du bist der Beobachter auf dem Hügel, weit entfernt von dem, was geschieht.
Diese Meditation kann man für drei Monate machen, so wirkt sie am besten. Es ist gut, jedes Mal als Vorbereitung die Meditation „Ausatmen“ vorher zu machen. Diese Meditation entspannt sehr, so dass man es besser zulassen kann, zu verbrennen und zu Asche zu werden.
Auch ist es hilfreich, schon einmal eine Verbrennung gesehen zu haben, daher sollte man auf Einäscherungen gehen und sie sich anschauen.
Die vier Schritte: Lege dich hin, vielleicht vor dem Einschlafen. Entspanne zuerst deinen Körper. Von den Zehen zum Kopf. Lass ihn einfach nur daliegen, wie eine Schale um dich herum. Bringe deine Aufmerksamkeit nach Innen. Mach keine Anstrengung daraus, lasse es geschehen.
Nach ein paar Minuten entspanne dein Atmen. Lass es sich beruhigen. Nach weiteren Minuten entspanne deine Gedanken.
Und dann bleibe zehn Minuten lang still. Diese Phase ist die wichtigste. Hier sei in der tiefen Stille, sei nach Innen gekehrt.
Eine Einladung an den Tod: Sitze oder liege und lade den Tod ein, zu kommen. Umarme ihn, heiße ihn als deinen Gast willkommen. Akzeptiere ihn mit Entspannung und lasse ihn tief in dich einsinken.
Gehe über den Tod hinaus: Habe das Gefühl, als ob der Körper stirbt. Schließe die Augen und beginne zu fühlen, dass du stirbst. Dein Körper wird schwer wie Blei werden.
Wenn der Moment kommt, an dem du das Gefühl hast, dass du nun wirklich stirbst, dann vergiss plötzlich den Körper und gehe über den Tod hinaus. Vergiss, dass du stirbst, und werde zum Beobachter und Zeuge des Körpers.
Ergebung in die Existenz: Ergib dich der Existenz und sage: „Was immer auch passieren will, soll geschehen.“
Ein Zeuge sein: Sei in deinen alltäglichen Aktivitäten ein Zeuge, ein Zuschauer, kein Erfahrender. Sei nicht empfänglich für die Situationen, die dir begegnen, sondern sei wie ein Spiegel. Beobachte alles, spiegele alles wider, doch erfahre nicht.
Wenn du zum Beispiel dir Essen kochst, dann schaue zu, wie du es machst, bleibe Zeuge, auch beim Essen, schaue zu, wie du isst. Dieser Moment von Aufmerksamkeit wird zu einem Moment der Meditation.
Den Körper von Innen erfahren: Schließe deine Augen und versuche zu fühlen und zu erfahren, was der Körper von Innen ist. Spüre ihn von Innen. Erforsche ihn von Innen.
Das Ausfließen deiner Stärke: Lege dich hin und nimm an, dass du allmählich deiner Stärke beraubt wirst. Sie wird dir von allen Seiten abgesaugt. In dem Moment, wo du fühlst, dass jegliche Stärke in dir ausgeflossen ist, gehe über diesen Zustand hinaus.
Sei ein Zuschauer, ein Zeuge, werde zum Beobachter.
Viel Freude am Ausprobieren wünsche ich dir
Pakhi
Still sitzen
nichts tun
der Frühling kommt
und das Gras wächst von alleine
Basho
Gesang aus dem No-Mind
In Ehrerbietung an das Mysteriöse
Was ist Meditation?
Meditation bedeutet:
- Sanftes Zuschauen des Körpers, der Gedanken und Gefühle
- Zeuge sein von ihnen
- ein Spiegel Sein von dem was ist
- nicht zu Bewerten
Und:
- Tiefe Entspannung im Inneren
- Leichtigkeit
- Nichts Tun
Das bedeutet Meditation.
Nach innen wenden
Meditation heißt, sich nach innen zu wenden. Tief nach innen zu gehen, in den Bauch, in das Zentrum. Dort findet sich eine wache Klarheit, awareness, die wir sich ausbreiten lassen, überall hin in unser Sein.
Diese Klarheit ist unser Leben. Sie ist unsere Schönheit, unsere Stille. Der Körper ist nur eine Hülle, die Gedanken sind nur Luftblasen und die Gefühle sind nur verklebte Anhänglichkeiten. Die wache Klarheit in unserem Zentrum dagegen ist das reine Leben. Unser Leben. Aus ihm entspringt alles.
Das Mysterium
von Meditation
Wenn wir nach innen gehen,
in Meditation,
tief in unseren Bauch,
in die Mitte unseres Bauchs,
kommen wir zu unserem Zentrum.
Wir begegnen unserem Mysterium.
Es ist ein Raum, ein Space,
der unbegrenzt ist.
Der weite Himmel,
so klar und weit
und innen.
Dieses Mysterium von Meditation
öffnet alle Wunder
unserer Existenz.
Unser Leben klärt sich,
unsere Natur kommt zum Vorschein,
unsere ursprüngliche Originalität
zeigt sich,
und wir erblühen darin.
Im Alltag zeigt sich dieses Erblühen
durch mysteriöse Geschehnisse.
Alles harmonisiert sich,
im Innen wie im Außen.
Das Leben wird einfach
und unkompliziert.
Und schon einem Vogel zuzuschauen,
bringt uns in Glück und Wohlbefinden.
Das Mysterium von Meditation
wirkt unspektakulär.
Alles ist so wie es ist,
in seiner Schönheit
und Einfachheit.
Und es bringt
große Freude,
große Klarheit,
und große Stille,
Erfüllung.
Was immer wir sind,
unsere ursprüngliche Natur
kommt zum Vorschein
Und wir beginnen zu leben,
was wir sind.
Was es ist,
Saigyo
weiß ich nicht;
aber mit Dankbarkeit
fallen meine Tränen.


