Freude am Morgen
Schlaf am Abend
Was sonst?
Ekon
Ein Mysterium ist unergründlich.
Daher heißt es Mysterium.
Man kann es leben … nicht in Worte fassen.
Hier kommt ein gelebtes Mysterium …
das Mysterium Meditation.
Es ist unergründlich
und kann nicht gesagt werden.
Es wird gelebt,
gesungen, getanzt
und gelacht
Das Nichts drückt sich aus,
es spielt.
So spiele ich hier
mit den Beiträgen
und Bildern,
Haikus von Zen Meistern
und Inspirationen von Osho.
Das Mysterium wird gelebt!
Anand Pakhi
Das Leben ist kein Problem,
Osho
das gelöst werden muss.
Es ist ein Mysterium,
das gelebt werden will.
Mysterium Tod
Selbstmord des Sohnes
Hallo, seit dem Tod meines jüngsten Sohnes durch Selbstmord suche ich nach Trost und Hilfe. Können Sie mir helfen? Können Sie mich anders trösten? Mir andere Empfehlungen geben?
Ich fühle mich so sehr mitverantwortlich, dass es geschehen ist, weil ich die letzten Wochen seine Haupt-Bezugsperson war, steckte selber in einer Krise, hatte selbst Angst vor der Zukunft und ihn somit mit all meinen Ängsten und Sorgen zusätzlich zu seinen zu sehr mitbelastet, statt ihm Hoffnung und Leichtigkeit in sein Leben zurückzubringen … Mit freundlichen Grüßen
Hallo liebe Freundin,
wenn Sie sich mehr auf Ihren eigenen Tod vorbereiten, hilft Ihnen das vielleicht auch, den Selbstmord Ihres Sohnes besser verstehen zu können.
Ihre Schuldgefühle kann es wahrscheinlich nicht bearbeiten, dazu empfehle ich Ihnen Meditation. Wenn Sie sich für Meditation öffnen wollen, dann schauen Sie doch einmal auf die deutsche Seite: FindYourNose.com. Dort kann man viele Anregungen finden für Meditation.
Als Jugendliche habe ich zwei Selbstmordversuche unternommen, die gescheitert sind, nun ja, das ist offensichtlich. Ich habe mich mit dem Thema Selbstmord sehr auseinandergesetzt. Seit ich den Weg eines Suchers gehe, ist das alles vorbei, Selbstmord ist kein Thema mehr für mich.
Ich habe mich oft gefragt, wenn die Umstände in meinem Leben damals anders gewesen wären, ob ich die Versuche dann auch gemacht hätte. Also wenn sich meine Eltern mehr um mich gekümmert hätten, auch meine Schwester … subjektiv fühlte ich mich damals wie in einem Loch, alles war dunkel und schwer. Kein Licht weit und breit. Keine Luft zum Atmen.
Nun, da ich erwachsen bin, kann ich sehen, dass sehr wohl Liebe für mich da war. Meine Eltern und meine Schwester waren nun mal keine Buddhas, sondern Menschen mit Grenzen, so wie ich es auch bin. Sie taten ihr Bestes – ich forderte indirekt nur so viel von Ihnen, was sie nicht erfüllen konnten.
In meiner jetzigen Sicht tragen sie keinerlei Schuld an meinem Unglück. Sie hätten sich sonst wie verhalten können, ich hätte trotzdem diese Versuche gemacht, denn meine Verzweiflung war zu tief. Bis heute verstehe ich nicht, warum ich in dieses Loch fallen konnte. Es war wie eine tiefe Krankheit, die zum versuchten Selbstmord führte.
Der Tod ist nichts Schlimmes liebe Freundin. Das müssen Sie sich klarmachen.
Das was weh tut, ist die Trennung zu unseren Lieben, die passiert.
Wir müssen uns die existenziellen Wege klarmachen: Wir kommen in diese Welt, führen ein Leben mit bestimmten Lieben, und gehen wieder. Wir müssen alles wieder aufgeben, loslassen und neu anfangen. Wir kommen alleine auf diese Welt und gehen wieder alleine.
Wenn wir das verstanden haben, binden wir uns nicht an unsere Lieben, sondern wir lassen Sie ihren Weg gehen, wohin er auch führt. Wenn er in dem Falle Ihres Sohnes zum Selbstmord führt, dann ist das zu akzeptieren. Es ist sein Weg. Er hat ihn gewählt aus seiner Freiheit heraus, sein Leben und seinen Tod zu entscheiden.
Sie müssen sich um Ihren Weg kümmern, nicht um seinen. Ich verstehe, dass Sie als Mutter damit Schwierigkeiten haben …. Ihre Kinder sind nicht Ihre Kinder, sie sind eigenständige Wesen, die Sie ausgesucht haben als ihre Eltern.
Eltern können ihren Kindern alle Freiheit gönnen, ihren Weg zu gehen, den sie gehen wollen. Sie können sie nur darin unterstützen, wohin sie auch gehen wollen.
Sie haben keine Verantwortung für Ihren Sohn. Liebe ist es, das Sie verbindet zu der Seele, die zu Ihnen fand. Und die Liebe geht jenseits von Raum und Zeit. Lieben Sie Ihren Sohn jetzt, so wie Sie es können. Schicken Sie ihm Ihre ganze Liebe, die aus Ihnen herausdrängt.
Es wird ihn erreichen, wo immer er auch ist. Liebe ist wie eine goldene Brücke, die immer den Weg findet.
Liebe Freundin, wenn Sie daran eine Annäherung spüren, dann öffnen Sie sich für Meditation. Besondere Meditationen zum Sterben finden Sie in der Frage: „Wie fühlt sich Sterben an – Meditationen dazu“.
Meditation bedeutet das, was nicht stirbt.
Finden Sie es heraus
Ich fühle mit Ihnen
Mit einem freundlichen Gruß
Pakhi
Der frühe Tod der Tochter
Liebe Pakhi, meine geliebte Tochter, 25 Jahre, ist vor kurzem tot aufgefunden worden – bei ihrem Freund in der Wohnung – mein Menschsein hat vollen Schmerz darin – zugleich – kann ich mit ihr gut kommunizieren –
Hab innige Bitte an Dich mir /wenn für Dich stimmig/ einige Zeilen zu schreiben – bezüglich aus der Materie raus sein – das heißt Tod. In Liebe
Liebe Freundin,
es ist der Abschied von einem geliebten Menschen, der schmerzt. Nicht der Tod.
Der Tod ist für den Sterbenden ein Übergang. Und wie ich hörte von Nahtoderfahrungen, auch ein schöner. Es ist schön, die Begrenzungen und Schwierigkeiten des Körpers und des Lebens loslassen zu können und wieder neu anzufangen, wohin es einen in einen neuen Körper treibt.
Ihre Tochter hat den Tod bestimmt nicht als tragisch erlebt. Im Gegenteil. Sie ist nun auf ihrer Reise zu neuen Erfahrungen, aus denen sie lernen kann.
Sie als Zurückbleibende haben es da schwerer. Sie müssen sich mit dem Thema Abschied befassen, mit Loslassen, mit einem Leben ohne den geliebten Menschen. Er hinterläßt ein Loch, das anscheinend nicht mehr zu füllen ist.
Versuchen Sie, sich damit anzufreunden, dass der Tod, auch der Tod Ihrer Tochter, nichts Schlimmes ist. Sie ist auf ihrer Reise, so wie Sie es sind. Alles was Sie tun können, ist, ihr alles Gute für ihre Reise zu wünschen und sie gehen zu lassen.
Eines Tages wird sich das Loch gefüllt haben. Wenn Sie statt der Trauer um sie, die Liebe für sie gefunden haben. Dann ist die Liebe die goldene Brücke, die Sie mit ihr verbindet, wo sie auch sein mag.
Einen lieben Gruß an Sie
Pakhi
Erheiterung
Liebe Pakhi, jetzt wäre doch ein Witz angemessen, oder?
Na gut … hier ein weiterer meiner Lieblingswitze:
Die Reinmann Familie hat sich um den Abendbrottisch versammelt, als der junge Rüdiger Reinmann aufsteht, um eine Ankündigung zu machen.
„Ich möchte diese Gelegenheit nutzen,“ beginnt Rüdiger, „um euch allen zu erzählen, dass ich Hilda Herold heiraten werde. Sie ist das Mädchen von Gegenüber.“
„Was?“ schreit sein Vater, Herr Reinmann. „Ihre Familie hinterließ ihr kein bisschen Geld!“
„Das stimmt!“, keift Frau Reinmann. „Und sie hat keinen Cent gespart!“
„Von Fußball hat sie keine Ahnung!“ brüllt der kleine Reiner Reinmann.
„Sie ist verrückt!“ schreit die kleine Reinhilde Reinmann. „Ich habe noch nie jemanden gesehen, der so eine bescheuerte Frisur hat!“
„Das stimmt!“ brüllt Onkel Richard. „Und sie macht nichts anderes, als den ganzen Tag rumzusitzen und Schundromane zu lesen.“
„Und schau dir ihre Kleider an!“ schreit Tantchen Roswitha. „Ich habe noch nie jemanden mit so einem fürchterlichen Geschmack gesehen!“
„Das ist gar nichts!“ quietscht Oma Reinmann. „Ihr solltet das Makeup sehen, das sie sich aufs ganze Gesicht schmiert!“
„Das ist alles wahr“, antwortet Rüdiger ruhig, „aber sie hat einen großen Vorzug gegenüber uns allen.“
„Wirklich?“ schreit jeder. „Was ist es?“
„Nun,“ erklärt Rüdiger, „sie hat keine Familie.“
Still sitzen
nichts tun
der Frühling kommt
und das Gras wächst von alleine
Basho
Gesang aus dem No-Mind
In Ehrerbietung an das Mysteriöse
Was ist Meditation?
Meditation bedeutet:
- Sanftes Zuschauen des Körpers, der Gedanken und Gefühle
- Zeuge sein von ihnen
- ein Spiegel Sein von dem was ist
- nicht zu Bewerten
Und:
- Tiefe Entspannung im Inneren
- Leichtigkeit
- Nichts Tun
Das bedeutet Meditation.
Nach innen wenden
Meditation heißt, sich nach innen zu wenden. Tief nach innen zu gehen, in den Bauch, in das Zentrum. Dort findet sich eine wache Klarheit, awareness, die wir sich ausbreiten lassen, überall hin in unser Sein.
Diese Klarheit ist unser Leben. Sie ist unsere Schönheit, unsere Stille. Der Körper ist nur eine Hülle, die Gedanken sind nur Luftblasen und die Gefühle sind nur verklebte Anhänglichkeiten. Die wache Klarheit in unserem Zentrum dagegen ist das reine Leben. Unser Leben. Aus ihm entspringt alles.
Das Mysterium
von Meditation
Wenn wir nach innen gehen,
in Meditation,
tief in unseren Bauch,
in die Mitte unseres Bauchs,
kommen wir zu unserem Zentrum.
Wir begegnen unserem Mysterium.
Es ist ein Raum, ein Space,
der unbegrenzt ist.
Der weite Himmel,
so klar und weit
und innen.
Dieses Mysterium von Meditation
öffnet alle Wunder
unserer Existenz.
Unser Leben klärt sich,
unsere Natur kommt zum Vorschein,
unsere ursprüngliche Originalität
zeigt sich,
und wir erblühen darin.
Im Alltag zeigt sich dieses Erblühen
durch mysteriöse Geschehnisse.
Alles harmonisiert sich,
im Innen wie im Außen.
Das Leben wird einfach
und unkompliziert.
Und schon einem Vogel zuzuschauen,
bringt uns in Glück und Wohlbefinden.
Das Mysterium von Meditation
wirkt unspektakulär.
Alles ist so wie es ist,
in seiner Schönheit
und Einfachheit.
Und es bringt
große Freude,
große Klarheit,
und große Stille,
Erfüllung.
Was immer wir sind,
unsere ursprüngliche Natur
kommt zum Vorschein
Und wir beginnen zu leben,
was wir sind.
Was es ist,
Saigyo
weiß ich nicht;
aber mit Dankbarkeit
fallen meine Tränen.


