Freude am Morgen
Schlaf am Abend
Was sonst?

Ekon

Ein Mysterium ist unergründlich.
Daher heißt es Mysterium.
Man kann es leben … nicht in Worte fassen.

Hier kommt ein gelebtes Mysterium …
das Mysterium Meditation.

Es ist unergründlich
und kann nicht gesagt werden.

Es wird gelebt,
gesungen, getanzt
und gelacht

Das Nichts drückt sich aus,
es spielt.

So spiele ich hier
mit den Beiträgen
und Bildern,
Haikus von Zen Meistern
und Inspirationen von Osho.

Das Mysterium wird gelebt!

Anand Pakhi

Das Leben ist kein Problem,
das gelöst werden muss.
Es ist ein Mysterium,
das gelebt werden will.

Osho

Mysterium Tod

Das Ego und der Tod

Liebe Pakhi, per Zu-Fall bin ich geradewegs auf Deine Seite gelandet und möchte mich nun gerne bei Dir bedanken. Seit kurzer Zeit arbeite ich in einem Alters-Pflegeheim und bin daher nun auch mit dem Thema Sterben konfrontiert.

Seit wenigen Monaten praktiziere ich auch die OSHO Meditationen, zurzeit vor allem die Katharsis, und sterbe nun den Tod des Ego. Viele Unsicherheiten tauchen dabei auf und Ängste.

Kann man diese Angst vor dem Tod des Ego mit dem „realen“ Tod des Körpers vergleichen oder ist diese vielleicht sogar darin versteckt?

Ich finde Deine Seite wunderschön und bin dankbar dafür, wie authentisch und offen Du bist … In mir fegen noch viele Unsicherheiten, Du machst Mut … vielen Dank und alles Liebe.

Liebe Freundin,

das freut mich, dass dir meine Seite gefällt. Vielen Dank für deine lieben Worte.

Du fragst mich, ob man die Angst vor dem Tod des Egos mit dem realen Tod des Körpers vergleichen kann und ob dieser Tod vielleicht sogar in dem realen Tod versteckt sei.

Das Ego stirbt, der Zuschauer bleibt. Du lernst gerade durch die OSHO Meditationen den Zuschauer kennen – dieser bleibt.

Doch das Ego, derjenige, der wir im Alltag sind, der wird sterben. Daher kommen unsere Ängste, weil wir uns mit diesem Ich identifizieren, das wir doch loslassen müssen, früher oder später dann im realen Tod.

Auch ich habe im Moment mit Ängsten zu tun, auch mein Ego wird gerade immer daran erinnert, dass es sterben wird.

Der Tod des Egos ist ein Tod – und eine Seite des realen Todes – aber es gibt auch noch eine andere im realen Tod: Die der Ergebung, des Mysteriums, der Stille und der Ekstase, all das trägt uns und führt uns weiter.

Ich beglückwünsche dich dazu, dass du dem Tod begegnest. Deine Ängste werden mit der Zeit gehen, so wie meine auch. Je mehr man in der Meditation gegründet ist, desto mehr wird alles fließender, man kann sich an nichts festhalten. Das war mit dem Ego anders, da waren klare Linien gesetzt.

Aber was sollen wir machen, das ist eben die Wahrheit, dass es nichts zum Festhalten gibt –  jede Grenze ist eine Lüge. Das ist im Leben genauso wie im Tod. Es ist gut, das vorher schon zu erfahren …

Falls du noch mehr über Meditation erfahren möchtest, Anregungen bekommen möchtest, empfehle ich dir, auf die deutsche Seite FindYourNose.com zu schauen, da wirst du bestimmt vieles finden, was dich interessiert.

Ich schicke dir liebe Grüße

Pakhi

Trauer um einen verstorbenen Freund

Liebe Pakhi, über das, was du sagst, musste ich erst nachdenken .. finde ich das Sterben lustig? Nicht wirklich :-). Gerade letzte Woche ist meine Lieblings-Bedienung im Copy-shop, ein junger, 33jähriger Student mit kleinem Kind aus Kamerun, bei einem Basket-Ball-Spiel einfach gestorben ..

whowww .. das ist ja schon etwas Verrücktes .. an seinem Todestag hat er mich noch bedient .. und er war sehr sympathisch .. ja, dieses Leben und dieser Tod .. ja, die Trauer ist da … alles Gute, viel Glück und Zuwendung .. und bis dahin,

Leider weiß ich nicht mehr, liebe Freundin, in welchem Zusammenhang ich „lustig“ gesagt habe. So kann ich dir auch nicht speziell darauf antworten.

Aber was du über diesen jungen Mann schreibst … darum genau geht es, liebe Freundin. Das sind alte christliche Wege, zu trauern, wenn jemand seinen Körper verlässt. In meiner Weltsicht ist das alles ganz anders.

Die Welt ist ein Mysterium – warum jemand zu einem bestimmten Zeitpunkt seinen Körper verlässt, weiß man als Außenstehender nicht.

Aber es ist keine Katastrophe!

Liebe Freundin. Eine völlige Neuorientierung in Bezug auf Tod und Trauer wäre hilfreich, für uns alle.

Dein Freund könnte wahrscheinlich auch entspannter seinen Weg in die Mysterien fortsetzen, wenn ihn nicht Leute wie du daran hindern würden, weil sie ihm nachweinen (tust du das?), statt ihm ein gutes Farewell von Herzen zu wünschen.

Lustig mit dem Tod umzugehen – warum nicht? Warum ihn schwer und ernst und bedrückend ansehen? Zu dem Schmerz und der Trauer aller Beteiligten beitragen? Was sich in dir daran sträubt ist deine christliches Konditionierung.

Nun, aber das ist verständlich – auch ich habe diese Prägungen noch ein wenig in mir und es bedarf der konstanten Aufmerksamkeit, sie zu überwinden, so tief geht sie.

Das ist der rebellische Ansatz von Osho: Alles zu feiern. Alles. Auch den Tod deines jungen Freundes. Give him a beautiful send-off.

Einen lieben Gruß an dich

Pakhi

Antwort von der Freundin:

Liebe Pakhi, jetzt muss ich richtig lachen! Du bist wirklich klasse!

Alles Liebe dir

Wann beginnt der Sterbeprozess?

Liebe Pakhi, meine Cousine liegt im Sterben. Sie ist fröhlich und wenn sie husten und röcheln muss, dann sagt sie zu uns: Keine Angst, ich sterbe nur.

Was meinst du, wann beginnt der Sterbeprozess? Ist er unterschiedlich zum eigentlichen Tod? Zum Todeseintritt? Liebe Grüße.

Liebe Freundin,

das freut mich, dass deine Cousine so humorvoll und leicht stirbt. Das wünsche ich jedem Menschen ….

Zu deiner Frage: Wann beginnt der Sterbeprozess? In Indien sagt man, dass die Lebensenergie 6 Monate vor dem Tod beginnt, den Sterbenden zu verlassen.

Die Einsicht ist, dass der Sterbeprozess dann beginnt, wenn man die Nasenspitze nicht mehr sehen kann. Es dauert dann eben noch sechs Monate, bis der Tod eintritt.

Deine zweite Frage: Passiert im eigentlichen Tod etwas anderes als im Sterbeprozess?

Der Tod ist der Höhepunkt des Sterbens (und des Lebens). Er ist ein Mysterium. Der Sterbeprozess, der Prozess des Loslassens, ist auf dem Höhepunkt. Alles verdichtet sich im Moment des Todes. Es ist eine große Intensität.

Liebe Grüße

Pakhi

Still sitzen
nichts tun
der Frühling kommt
und das Gras wächst von alleine

Basho

Gesang aus dem No-Mind
In Ehrerbietung an das Mysteriöse

Was ist Meditation?

Meditation bedeutet:

  • Sanftes Zuschauen des Körpers, der Gedanken und Gefühle
  • Zeuge sein von ihnen
  • ein Spiegel Sein von dem was ist
  • nicht zu Bewerten

Und:

  • Tiefe Entspannung im Inneren
  • Leichtigkeit
  • Nichts Tun


Das bedeutet Meditation.

» mehr darüber lesen, was Meditation ist

Nach innen wenden

Meditation heißt, sich nach innen zu wenden. Tief nach innen zu gehen, in den Bauch, in das Zentrum. Dort findet sich eine wache Klarheit, awareness, die wir sich ausbreiten lassen, überall hin in unser Sein.

Diese Klarheit ist unser Leben. Sie ist unsere Schönheit, unsere Stille. Der Körper ist nur eine Hülle, die Gedanken sind nur Luftblasen und die Gefühle sind nur verklebte Anhänglichkeiten. Die wache Klarheit in unserem Zentrum dagegen ist das reine Leben. Unser Leben. Aus ihm entspringt alles.

Das Mysterium
von Meditation

Wenn wir nach innen gehen,  
in Meditation,  
tief in unseren Bauch,  
in die Mitte unseres Bauchs,  
kommen wir zu unserem Zentrum. 

Wir begegnen unserem Mysterium. 

Es ist ein Raum, ein Space, 
der unbegrenzt ist.
Der weite Himmel,
so klar und weit
und innen.

Dieses Mysterium von Meditation
öffnet alle Wunder
unserer Existenz.

Unser Leben klärt sich,
unsere Natur kommt zum Vorschein,
unsere ursprüngliche Originalität
zeigt sich,
und wir erblühen darin.

Im Alltag zeigt sich dieses Erblühen
durch mysteriöse Geschehnisse.
Alles harmonisiert sich,
im Innen wie im Außen.

Das Leben wird einfach
und unkompliziert.
Und schon einem Vogel zuzuschauen,
bringt uns in Glück und Wohlbefinden.

Das Mysterium von Meditation
wirkt unspektakulär.
Alles ist so wie es ist,
in seiner Schönheit
und Einfachheit.

Und es bringt
große Freude,
große Klarheit,
und große Stille,
Erfüllung.

Was immer wir sind,
unsere ursprüngliche Natur
kommt zum Vorschein

Und wir beginnen zu leben,
was wir sind.

Was es ist, 
weiß ich nicht;
aber mit Dankbarkeit
fallen meine Tränen.

Saigyo