Eine Oberfläche ohne Tiefe

„Sammle all deine Energien …
sammle dein gesamtes Bewusstsein.
Und renne auf das Zentrum deines Wesens zu,
das sich in deinem Körper
knapp fünf Zentimeter
unterhalb deines Bauchnabels befindet,
mit einer Dringlichkeit,
als wäre dies der letzte Moment deines Lebens.
Tiefer und tiefer …
schneller und schneller“

Osho, The Zen Manifesto, Freedom From Oneself #5

Eine Oberfläche ohne Tiefe –
ein Kreis ohne Zentrum –
das sind wir.
Unser Verstand, unser Denken,
kreist so gut wie immer
nach Außen zu den anderen.

Wenn wir ihn beobachten,
werden wir feststellen,
dass wir uns mit unserem Denken
immer mit anderen Menschen beschäftigen.
Ja, immer.

Nie mit uns selbst.
Nie mit unserer inneren Tiefe.
Unsere Gedanken treiben an die Oberfläche
und nach außen.

Wie können wir das ändern?

Zuerst sollte es uns klar werden,
dass wir kein Zentrum haben.
So können wir uns
auf die Suche danach machen.

Wenn wir nach innen gehen,
landen wir erst einmal im Herzen.
Vom Kopf zum Herzen.
Von dort ist es nur noch ein kleiner Schritt,
sich in den Bauch fallen zu lassen.

Zu unserem wahren Zentrum.
Hara wird es auch genannt.
Wenn wir unseren Atem beobachten,
wie er sich im Bauch hebt und senkt,
dann spüren wir auch unser Zentrum.

Wenn wir uns erinnern,
können wir nach innen gehen.
Dann sind wir keine bloße Oberfläche mehr,
sondern haben Tiefe.
Wir sind zentriert
und in Verbindung mit der Existenz.
Unsere wahre Natur kommt hervor.
Sie zu leben bedeutet Glückseligkeit.

„Du bist da,
nichts ist zu tun,
alles wird angenommen,
nichts ist zu leugnen,
nichts ist abzulehnen,
kein Streben, kein Kampf, kein Konflikt,
der Atem geht tief – was kannst du tun?
Du beobachtest einfach.“

Osho, Ancient Music in the Pines #3
Gesang aus dem No-Mind
in Ehrerbietung an das Mysteriöse