Was ist Meditation?

Meditation bedeutet:

  • Sanftes Zuschauen des Körpers, der Gedanken und Gefühle
  • Zeuge sein von ihnen
  • ein Spiegel Sein von dem was ist
  • nicht zu Bewerten

Und:

  • Tiefe Entspannung im Inneren
  • Leichtigkeit
  • Nichts Tun


Das bedeutet Meditation.

Wenn wir sitzen und nichts tun, sollten die Gedanken und Gefühle an uns vorüberziehen, wie ein Fluss, der vorbei fließt. Wir sind Zeuge von ihm, lassen ihn zu. Die Gedanken und Gefühle kommen und gehen ….

Nur sind wir meist nicht so frei, dass unser Denken frei fließt. Wir sind so verbunden mit unseren Gedanken, dass wir an ihnen festhalten. Ohne es zu merken. Wir sind verklebt … oder auch identifiziert. Wir denken, dass wir sie sind, dass sie uns ausmachen. Es gibt Gefühle in uns, die uns Einsichten, Ich-Gefühle bringen. Plötzlich spüren wir uns. Und das kann auf vielen Ebenen passieren. Es können zum Beispiel auch körperliche Sensationen sein … ein subtiles Sich Zusammenziehen an einer Stelle im Körper und wir haben das Gefühl, dass wir das sind.

Diese Verklebungen sind Illusionen, nicht Meditation. Sie können deutlich und laut, aber auch subtil und leise zu spüren sein. Wenn wir in Meditation sitzen, dann gilt es, all dies zu beobachten, ein Zeuge davon zu sein. Wir werden uns unserer Identifikationen und Verhaftungen bewusst und lassen sie so los.

Durch unser Zuschauen lösen sich die Verklebungen auf. Ein Fließen entsteht – die Gedanken und Gefühle ziehen vorbei. Wir halten nicht an ihnen fest. Wir lassen alles zu, was da ist. Und wir mischen uns nicht ein. Dieses Fließen lassen wir zu – wir gehen nicht mit, wir springen nicht in den Fluss um etwas herauszuholen. Die Gedanken und Gefühle, die kommen, lassen wir zu, ohne sie zu bewerten.

Dabei sind wir entspannt. Im Außen wie im Innen. Unser Körper sitzt in Wohlgefühl – wir suchen uns eine Position dazu aus. Am besten ist der Lotussitz, Schneidersitz – aber er ist nicht notwendig. Zur Meditation können wir auch halb liegen oder ganz liegen. Beobachten, Zulassen ist der Schlüssel … Nicht die Sitzhaltung. Wir sitzen oder liegen wie wir am besten in die Entspannung loslassen können. Dabei achten wir auf eine Leichtigkeit. Im Innen bei den Gedanken, wie im Außen beim Körper.

Dies ist nur eine Grundhaltung … wir müssen nichts tun. Zuschauen ist kein Tun, es ist ganz natürlich. Wir sitzen und schauen zu. Lassen alles zu, was da ist, im Innen wie im Außen. Wenn Geräusche oder Gesänge der Vögel uns interessieren, so lassen wir es zu. Wir halten unser Bewusstsein fließend. Was immer wir wahrnehmen, ob Störungen im Außen oder Gedanken im Innen – wir lassen sie zu. Unsere Aufmerksamkeit bleibt offen und frei. Sie fließt dahin … wohin sie auch möchte. Es ist ein freies Phänomen.

Wenn wir dieses freie Sitzen zulassen, dann entsteht ganz von selbst eine Zentrierung. Wir haben sie nicht gemacht – sie entsteht sozusagen aus dem Nichts. Unser Nicht Tun, unser Zeuge sein, das sich nicht einmischt, bewirkt, dass die Existenz sich in uns ausdrückt. …. Und wir bleiben weiterhin Zeuge dessen.

Eine existenzielle Energie steigt in uns auf, die uns ändert. Sie transformiert den Körper, wie auch unser Sein. Die Gedanken und Gefühle werden weniger. Und hören auf. Unsere wahre Natur kommt hervor. Die Stille des Nicht-Denkens bleibt. Es ist wunderbar. Es wird auch „der Buddha“ genannt.

Wir sind Meditation.

Stille.

Leichtigkeit.

Nichts.

Zwei Hausfrauen treffen sich beim Bäcker.
Sagt die eine: Und, was macht dein Sohn?
Sagt die andere: Ach, er hat Meditation entdeckt.
Sagt die eine: Naja, das ist besser als rumsitzen und nichts tun.

Und genau das ist Meditation!