Einsam ist mein Weg!
Basho
Nur ich komme hier vorbei
an diesem späten Herbsttag.
Selbstlosigkeit wird in allen Religionen gepredigt.
Besonders in unserer christlichen Kultur.
Selbstliebe dagegen wird als Egoismus,
Selbstsucht und selbstverliebt Sein angesehen.
Es ist schwer, sich auf sich zu besinnen,
wenn da Verpflichtungen,
Selbstlosigkeit fordern.
Verpflichtungen gegenüber der Familie,
der Arbeit, der Religion, der Nation
und vielem anderen mehr.
Aber wie können wir andern helfen,
für sie da sein,
wenn wir selbst in Dunkelheit und Misere leben?
Geben wir nicht unsere Unbewusstheit weiter?
Können wir wirklich helfen,
wenn wir in Sorgen und Ängsten leben?
Nein, das geht nicht.
Wenn wir nicht im Licht und Freude sind,
in Bewusstheit und Klarheit leben,
werden wir nur unser Unglück weitergeben.
Zuerst müssen wir an uns denken.
Uns mittels des Mysteriums der Meditation
aufwecken aus der Dunkelheit,
die uns umgibt.
Dann handeln wir aus Liebe,
nicht aus Verpflichtung.
Wir kümmern uns ganz und gar
um uns selbst.
Wir werden uns nicht
für etwas anderes opfern,
sei es die Familie oder die Nation
oder anderes.
Unser Leben, das uns
die Existenz geschenkt hat,
ist uns heilig.
Selbstliebe wird für uns das Allerwichtigste.
Und aus dieser mutigen Selbstliebe
wächst wahre Selbstlosigkeit.
Wir geben unsere freie Liebe weiter,
ohne Verpflichtung.
Sie fließt zum anderen,
und wird reiner Altruismus.
Ohne den anderen zu verletzen,
helfen wir.
Freude, Liebe, Bewusstheit, Meditation
und vieles mehr
strahlt aus uns heraus und
regnet auf den anderen.
Ihm wird wirklich geholfen.
Sind wir hell und licht,
wird aus uns nur Gutes fließen.
Sind wir in Problemen und Unbewusstheiten,
werden wir dem anderen schaden.
Daher ist die Selbstliebe der Beginn
und Selbstlosigkeit das Ende.
„Man sollte sich etwas Zeit
Osho
für die innere Erforschung nehmen.
Das nenne ich Meditation:
mit sich selbst sitzen,
mit sich selbst sein,
offen für die eigene Subjektivität.“
