In Dankbarkeit

Vollkommen ausgeruht,
öffne ich meine Augen –
Frühling.

Unbekannter Zen Meister

Wenn sich unser Herz öffnet,
entsteht Dankbarkeit.
Dem Leben gegenüber,
den Segnungen gegenüber,
die im Hier und Jetzt geschehen.

Es sind die kleinen Dinge,
die die Dankbarkeit überquellen lassen.
Der Atem, wie er ein- und ausfließt,
das Wasser, das wir trinken,
das angenehme Sitzen im Sessel,
der Wind, der durchs Haar streicht,
die wärmende Sonne,
das Zwitschern der Vögel,
die Stille, die in uns passiert.

So viele Segnungen geschehen
jeden flüchtigen Augenblick.
Sind wir in der Gegenwart gegründet,
regnen sie auf uns herab.

Und unser Herz erfüllt sich mit Dankbarkeit.

Dankbar der Existenz zu sein,
ist eine tiefe Erfahrung.
Sie beglückt unser ganzes Sein.

Die Tempelglocken verstummen.
Die duftenden Blüten bleiben –
ein perfekter Abend.

Unbekannter Zen Meister
Gesang aus dem No-Mind
in Ehrerbietung an das Mysteriöse